Luxussegment raus aus der Corona-Krise

Bulgari-Chef Jean-Christophe Babin: "Online-Shopping gleicht den Service im Luxusgeschäft nicht aus"

16. September 2020 - 14:32 Uhr

Bulgari stellt neue Kollektion in Rom vor

Jean-Christophe Babin, Chef der aus Italien stammenden Luxusmarke Bulgari, kann trotz Corona-Krise wieder lachen und feiern. In Rom hat Bulgari gerade die aktuelle Kollektion vorgestellt. RTL hat exklusiv mit dem Bulgari-Chef über Luxus während der Krise gesprochen.

Die Krise ging auch an dem Luxuskonzern nicht spurlos vorbei. Die Luxusläden von Bulgari mussten während des Lockdowns zwei Monate lang dichtmachen. Zwar lief das Onlinegeschäft weiter, aber für die anspruchsvollen Kundschaft ist das nicht dasselbe. "Das Online-Shopping gleicht den Service im Luxusgeschäft nicht aus. Bei uns muss alles an den Kunden angepasst werden", sagt Bulgari-Chef Jean-Christophe Babin.

Bereits zu Beginn der Krise hat sich Bulgari-Chef Babin erstaunlich optimistisch gezeigt. "Möglicherweise wird diese Krise wesentlich glimpflicher verlaufen als die Krise 2008", sagte er "Zeit Online". "2008 und 2009 wurden Menschen in Italien reihenweise obdachlos. Leute verloren ihre Arbeit und weil sie ihre Kredite nicht mehr bedienen konnten, mussten viele ihre wertlos gewordenen Häuser verkaufen und hatten kein Geld mehr." Heute habe man es dagegen mit einer temporären Krise zu tun, in der Menschen schwere Einschnitte hinnehmen müssten, aber hoffentlich nicht dauerhaft ihre Jobs verlören.

Der Manager der Luxusmarke sollte erstmal recht behalten. Die Geschäfte bei Bulgari laufen inzwischen ganz normal weiter. Der Umsatz von 2019 wird zwar nicht ganz erreicht, aber fast. Im Video erzählt der Bulgari-Chef, welche Kunden auch während der Corona-Krise genug Geld für Luxusartikel haben.