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Bürgermeister von Wolfenbüttel aus CDU ausgetreten

Thomas Pink
Thomas Pink blickt in die Kamera. Foto: Swen Pförtner/Archiv © deutsche presse agentur

Wolfenbüttels Bürgermeister Thomas Pink ist auch vor dem Hintergrund der Asyldebatte in seiner Partei aus der CDU ausgetreten. Die Partei hätte sich gegen "Herrn Seehofers üble Attacken" wehren müssen, sagte er mit Blick auf den ehemaligen bayerischen Ministerpräsidenten und amtierenden Bundesinnenminister der "Braunschweiger Zeitung" (Freitag). Deren Ziel sei es gewesen, zur Landtagswahl in Bayern "die AfD rechts zu überholen - und das auch noch ohne Erfolg beim Wähler", kritisierte Pink. "Das war für mich eine Farce, die ich so in den vergangenen 40 Jahren noch nicht erlebt habe. So kann Politik nicht funktionieren."

In seiner Austrittserklärung habe er seinen Schritt auch mit Entwicklungen in Niedersachsen begründet, sagte Pink der Zeitung. Den Rest habe ihm die von Landtagsvizepräsident Frank Oesterhelweg (CDU) angestoßene Debatte um die Gründung eines CSU-Landesverbands in Niedersachsen gegeben, ohne dass es eine Reaktion aus Hannover gegeben habe. "Das war ein Aufruf zur Spaltung der Partei, der mir klargemacht hat: Das ist nicht mehr meine Partei." Die CDU brauche auf jeden Fall eine personelle Erneuerung. "Die Kanzlerin ist verbraucht", sagte Pink. Merkel sei "sturmreif geschossen" worden. Er selbst werde Bürgermeister bleiben, aber in drei Jahren nicht wieder kandidieren, kündigte Pink an.


Quelle: DPA

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