Bürger können US-Elektroautobauer Tesla fragen

Aushang: "Tesla Informationsbüro "Gigafactory Berlin" Dienstag und donnerstag 17.00 - 19.00 Uhr". Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
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16. Januar 2020 - 19:10 Uhr

Wer von US-Elektroautohersteller Tesla mehr über die geplante Fabrik in Grünheide bei Berlin wissen will, hat seit Donnerstag eine Anlaufstelle. Tesla eröffnete ein Informationsbüro in der Gemeinde im Kreis Oder-Spree, um den Dialog mit den Bürgern zu starten. Bis zum 4. Februar wollen dort Mitarbeiter Fragen beantworten. Das Angebot sei gleich genutzt worden, von Befürwortern wie von Skeptikern, sagte Bürgermeister Arne Christiani (parteilos).

Am vergangenen Wochenende hatte es eine Demonstration gegen die geplante Ansiedlung auf dem Gebiet der Gemeinde gegeben, am Samstag ist eine neue Demo geplant.

Tesla will in der Fabrik bis zu 500.000 Fahrzeuge der Typen Model 3 und Y sowie künftiger Modelle pro Jahr bauen, zunächst etwa 150.000 Fahrzeuge pro Jahr. Der Vorstand hat den Kaufvertrag mit dem Land bisher noch nicht unterschrieben. Nach Angaben der Brandenburger Landesregierung will Tesla dies bis Ende dieser Woche machen.

Der Verkehrsclub Deutschland, der sich für mehr Umweltschutz einsetzt, befürchtet mit der Ansiedlung der Fabrik von Tesla deutlich mehr Verkehr in der Region. Wenn er nicht verlagert werde, könnten es rund 8500 zusätzliche Pkw-Fahrten pro Tag sowie mehr Güterverkehr sein, meinte der VCD am Donnerstag. Er fordert häufigere Fahrten beim Regionalexpress 1, einen Ausbau des Radnetzes und alternative Wege für den Gütertransport auf der Schiene wie etwa die Reaktivierung der Strecke Leipzig - Posen statt Berlin - Frankfurt (Oder).

Quelle: DPA