6. Dezember 2018 - 8:22 Uhr

Wut über Freispruch für Vergewaltiger

Lucía Pérez wurde nur 16 Jahre alt. Sie starb an einer Überdosis Drogen. Vor ihrem Tod wurde sie mehrfach brutal vergewaltigt. Die Leiche des Mädchens wurde im Oktober 2016 einfach vor einem Krankenhaus in Buenos Aires abgelegt. Die beiden Männer, die für das Verbrechen verantwortlich sein sollen, wurden nun vor Gericht freigesprochen. Daraufhin gingen in Argentinien Tausende Menschen auf die Straße.

Tausende gingen gegen das milde Urteil auf die Straße

Einige Demonstranten griffen zu drastischen Mitteln: In Buenos Aires wickelten sich Frauen nackt in durchsichtige Leichensäcke und hängten sich an die Fassade eines Gebäudes, um so gegen Gewalt an Frauen zu demonstrieren. Die ungewöhnliche Aktion sehen sie im Video.

Das argentinische Gericht entschied, dass es nicht genug Beweise gäbe, die beiden Angeklagten für Lucías Tod verantwortlich zu machen. Obwohl bei der Obduktion Spuren von extremer Gewalt an ihrem Körper gefunden wurden, stand in dem Urteil, dass die 16-Jährige einvernehmlichen Sex mit einem der Männer hatte. Die Angeklagten wurden lediglich schuldig gesprochen, Drogen an ein minderjähriges Mädchen verkauft zu haben. Dafür müssen sie nun acht Jahre ins Gefängnis.