Bündnis mit Zivilgesellschaft plant Strategie gegen Corona

Malu Dreyer (SPD), Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, trägt mit Mundschutz. Foto: Andreas Arnold/dpa/Archivbild
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30. April 2020 - 12:41 Uhr

Im Kampf gegen die Corona-Pandemie sucht die Landesregierung den Schulterschluss mit der Zivilgesellschaft. Alle Lebensbereiche seien von den Auswirkungen der Pandemie betroffen, erklärte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) beim Auftakttreffen eines Corona-Bündnisses Rheinland-Pfalz in Form einer Videokonferenz. Deswegen solle in einem breiten gesellschaftlichen Bündnis darüber diskutiert werden, "wie wir als Gesellschaft zusammenbleiben".

Als Ziel nannten Dreyer, Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler (SPD), Wirtschaftsminister Volker Wissing (FDP) und Umweltministerin Ulrike Höfken (Grüne) eine "fachübergreifende Zukunftsstrategie für die erfolgreiche Entwicklung des Landes mit Blick auf die Corona-Pandemie". Die Landesregierung wolle in dem Erfahrungsaustausch mehr über die Herausforderungen in unterschiedlichen Lebensbereichen und unterschiedliche Bedürfnisse erfahren. "Das breite Spektrum des Corona-Bündnisses kann so auch helfen, die Akzeptanz für die getroffenen Entscheidungen zu erhöhen", erklärte Dreyer.

Zu den rund 70 Teilnehmern des Corona-Bündnisses Rheinland-Pfalz gehören neben der Landesregierung und dem Landesdatenschutzbeauftragten Dieter Kugelmann auch kommunale Spitzenverbände, Vertreter der Religionsgemeinschaften, Gewerkschaften sowie Eltern-, Schüler und Studierendenvertretungen an. Den Gesundheitsbereich vertreten unter anderem Krankenkassen, die Kassenärztliche Vereinigung, Pflegekammer und Landespsychotherapeutenkammer. Aus der Wirtschaft sind die Handwerkskammern, der Bankenverband und die Landesvereinigung Unternehmerverbände (LVU) dabei. Der CDU-Fraktionsvorsitzende Christian Baldauf kritisierte, dass die im Landtag vertretenen Fraktionen nicht einbezogen worden seien.

Quelle: DPA