Bühne für den Nachwuchs: Bundesfestival Film in Wuppertal

Ein leerer Kinosaal. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild
Ein leerer Kinosaal. Foto: Christoph Soeder/dpa/Archivbild
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11. Juni 2021 - 7:09 Uhr

Wuppertal (dpa) - Am Samstag startet ein Schaulaufen für den Filmnachwuchs: Beim 34. Bundesfestival Film gehen (ab 19 Uhr) 40 nominierte Filme online. Sie wurden aus über 650 eingereichten Filmen für den Jugendfilmpreis und den Generationenfilmpreis ausgewählt. Die jährliche Veranstaltung soll zur Professionalisierung des Nachwuchses beitragen und wird vom Bundesfamilienministerium gefördert.

Die Preisverleihung am 19. Juni wird im Internet übertragen. Dabei werden rund 30 Preise - prämiert mit 1000 oder 500 Euro - in verschiedenen Kategorien und Altersgruppen vergeben. Veranstaltungsort ist wie im Vorjahr Wuppertal, allerdings finden alle Termine online statt. Dadurch kann mehr Publikum als sonst erreicht werden.

Das Pandemie-Jahr hat die Themen beeinflusst: "Die Leichtigkeit, die sonst viele jugendliche Filmproduktionen prägt, ist einer Nachdenklichkeit über Perspektiven und der kritischen Reflexion der Gegenwart gewichen", sagte der Sprecher des Festivals, Marko Junghänel. Manche der oft sehr professionell aufgezogenen Produktionen dauern nur wenige Minuten, andere deutlich länger.

Teilnehmer für den Wettbewerb des Jugendfilmpreises dürfen höchstens 25 Jahre alt sei. Eine Untergrenze gibt es nicht, sogar Kindergartenkinder beteiligen sich. Ein kleiner Teil der Stücke bewirbt sich um den Generationenfilmpreis, der für Hobbyfilmer ab 50 Jahre gedacht ist. Hier gehe es oft um das Miteinander von Jung und Alt in den Familien. "Und auch: In diesem Jahr sind tatsächlich deutlich mehr Dokumentarfilme als sonst entstanden", erklärten die Veranstalter.

Nach dem Festival, das normalerweise in den Kinos einer Stadt ausgerichtet wird, könnte es doch noch vor Publikum eine Show für die besten Produktionen geben: Am 7. Juli sollen sie in einem Open-Air-Kino in Wuppertal gezeigt werden - wenn die Pandemie-Auflagen es zulassen.

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Quelle: DPA

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