Lungenkrebs auf Platz zwei

Brustkrebs ist nun weltweit die häufigste Krebsart

Die Brust regelmäßig abzutasten kann Leben retten.
Die Brust regelmäßig abzutasten kann Leben retten.
© Getty Images/iStockphoto, ilkafranz_com

05. Februar 2021 - 7:55 Uhr

Immer mehr Brustkrebsfälle weltweit

Bereits 2019 sind nachweislich 19,3 Millionen Brustkrebsfälle weltweit aufgetreten. Laut WHO wird diese Zahl in den kommenden Jahren weiter steigen. Was Sie dagegen tun können und welche anderen Krebsarten sehr verbreitet sind, erklären wir hier.

Häufigste Krebsarten: Brustkrebs, Lungenkrebs, Darmkrebs

Brustkrebs hat Lungenkrebs der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge als häufigste Krebsart überholt. Rund zwölf Prozent aller neuen Fälle entfielen jedes Jahr auf diese Form der Erkrankung, teilte die WHO am Dienstag mit. "Zum ersten Mal ist Brustkrebs der weltweit am häufigsten auftretende Krebs", sagte WHO-Krebsspezialist Andre Ilbawi in einem Briefing der Vereinten Nationen vor dem Weltkrebstag am Donnerstag.

Lungenkrebs war in den letzten zwei Jahrzehnten die häufigste Form, liegt aber jetzt an zweiter Stelle vor Darmkrebs, der am dritthäufigsten Variante.

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WHO rechnet 2040 mit 30 Mio. Neuerkrankungen

Im vergangenen Jahr wurden der WHO zufolge schätzungsweise 2,3 Millionen neue Fälle von Brustkrebs diagnostiziert. "Bei Frauen ist Brustkrebs die am häufigsten diagnostizierte Krebsart und die weltweit häufigste Todesursache bei Krebs." Fettleibigkeit sei bei Frauen ein häufiger Risikofaktor für Brustkrebs und beeinflusse auch insgesamt die Zahl der Krebserkrankungen.

Die WHO erwartet, dass Krebs mit dem Wachstum der Weltbevölkerung und der steigenden Lebenserwartung häufiger auftritt und von 19,3 Millionen Neuerkrankungen 2020 auf etwa 30 Millionen Neuerkrankungen pro Jahr im Jahr 2040 steigt.

Rund ein Drittel der Krebs-Todesfälle ist nach Schätzungen der WHO auf Tabakkonsum, Übergewicht, geringen Obst- und Gemüsekonsum, mangelnde körperliche Aktivität und Alkoholkonsum zurückzuführen. Die Coronavirus-Pandemie stört die Krebsbehandlung in etwa der Hälfte der untersuchten Länder, sagte Ilbawi und wies auch auf Verzögerungen bei der Diagnose hin, da die Beschäftigten im Gesundheitswesen extremer Belastung ausgesetzt und die Forschung beeinträchtig seien.

Quelle: Reuters