Brüder aus dem Ruhrgebiet sterben bei Flugzeugabsturz

Einsatzkräfte der Polizei stehen am Wrack eines Ultraleichtflugzeugs. Foto: Thomas Riedel/dpa/Archivbild
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13. Juli 2020 - 17:12 Uhr

Beim Absturz einer Propellermaschine in der Nähe von Karlsruhe sind zwei Brüder aus Witten und Essen ums Leben gekommen. Das Ultraleichtflugzeug mit den beiden Männern an Bord zerschellte am frühen Sonntagabend in einem Wald. Der 61 Jahre alte Pilot und sein 54-jähriger Bruder kamen ums Leben, wie die Polizei mitteilte.

Die beiden waren am Sonntagmorgen vom Flugplatz Iserlohn-Rheinermark aus gestartet, um zum Flugplatz Rheinstetten-Forchheim in Baden-Württemberg zu fliegen. Von dort waren sie am Abend wieder gestartet, um zurück nach Iserlohn zu fliegen, als es zu dem Unglück kam. Das Flugzeug sei gegen 18.11 Uhr "im Sturzflug" in das Waldgebiet gekracht, sagte ein Sprecher. Die Unglücksursache ist unklar und soll nun ermittelt werden.

Ebenfalls mit einem Ultraleichtflugzeug verunglückte am Montag in Bielefeld ein 65-Jähriger. Er kam mit leichten Verletzungen davon, als seine Maschine am frühen Nachmittag aus noch ungeklärter Ursache auf ein Feld stürzte. Das Fluggerät wurde leicht beschädigt. Nach Angaben einer Polizeisprecherin besaß er keine Flugberechtigung. Er erhielt eine Anzeige. Über den Absturz in Bielefeld hatte das "Westfalen-Blatt" berichtet.

Bereits am Samstag waren bei Haltern zwei Segelflugzeuge abgestürzt. Bei den Piloten handele es sich vermutlich um zwei 26 und 29 Jahre alte Niederländer, sagte der Essener Staatsanwalt Shamgar Owuso-Ankomah am Montag. Letzte Gewissheit soll eine DNA-Untersuchung bringen. Nach seinen Angaben waren die beiden Flugzeuge in den Niederlanden auf zwei unterschiedlichen Flugplätzen gestartet, in Soesterberg und in Lemelerveld. Es sei nicht auszuschließen, dass die beiden Piloten sich kannten. Die beiden Flugzeuge "sind mutmaßlich in der Luft kollidiert", sagte Owuso-Ankomah weiter. Die Untersuchungen der Bundesstelle für Flugunfalluntersuchung zur genauen Absturzursache dauerten an.

Quelle: DPA