Bruce Paddock soll Kinderpornos besessen haben: Bruder von Las-Vegas-Schütze Stephen Paddock festgenommen

Jetzt hat auch Bruce Paddock, der Bruder des Las Vegas-Amokschützen Stephen Paddock, Ärger mit der Polizei. (Foto: Los Angeles Police Department)
Jetzt hat auch Bruce Paddock, der Bruder des Las Vegas-Amokschützen Stephen Paddock, Ärger mit der Polizei. (Foto: Los Angeles Police Department)
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26. Oktober 2017 - 10:15 Uhr

Bruce Paddock in Los Angeles verhaftet

Schon wieder hat die Familie Paddock Ärger mit der Polizei. Stephen Paddock schoss am 1. Oktober 2017 in Las Vegas von einem Hotelfenster aus auf Besucher eines Country-Festivals. 58 Menschen starben. Jetzt wurde sein Bruder Bruce in Los Angeles festgenommen. Offenbar fand die Polizei kinderpornografisches Material auf dem Computer des 58-Jährigen, wie die 'Los Angeles Times' berichtet.

Bruce und Stephen Paddock hatten seit Jahren keinen Kontakt

Bruce Paddock lebte in einer betreuten Wohneinrichtung und soll über 600 pornografische Fotos von Kindern und Jugendlichen besessen haben. Die Ermittler hatten schon vor der Schießerei seines Bruders nach ihm gesucht, aber erst jetzt herausgefunden, wo er sich aufhielt.

Nach dem Attentat gab Bruce Paddock dem amerikanischen Sender NBC noch ein Interview. Zu seinem Bruder Stephen habe er seit zehn Jahren keinen Kontakt mehr gehabt. "Ich weiß nicht, wie er so tief sinken konnte, jemand anderen zu verletzen", sagte Bruce der Presse. Nun hat er selber Ärger mit der Polizei.

Bruce Paddock hatte schon öfter Ärger mit der Polizei

Im Gegensatz zu Stephen, der vor der blutigen Schießerei lediglich durch einen Strafzettel aufgefallen war, hatte Bruce Paddock laut NBC schon öfter Kontakt mit der Polizei. Die Liste der Einträge in seiner Akte ist lang: Vandalismus, Diebstahl, Nötigung. "Ich bin nicht stolz darauf", sagte er dem Sender, "Aber ich musste noch nie ins Gefängnis." Auch mit dem dritten Bruder Eric hatte Bruce seit Jahren nicht gesprochen.

Brude und Stephen Paddock stammen aus schwierigen Familienverhältnissen. Der Vater Benjamin Hoskins Paddock war ein Bankräuber und in den 1960er Jahren sogar einer der meistgesuchten Männer des Landes. In den damaligen Steckbriefen wurde er als "psychopatisch" und "selbstmordgefährdet" beschrieben.

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