Britisches Paar lässt verstorbenen Hund für 90.000 Euro klonen

09. Januar 2016 - 16:23 Uhr

Richard Remde und Laura Jacques lieben Tiere über alles. Das Paar aus West Yorkshire im Norden Englands hat vier Hunde (einen Bullmastiff, einen Golden Retriever, einen Shih Tzu und einen Cocker Spaniel), sieben Meerschweinchen, zwei Hasen, eine Rennmaus und einen Hamster. Am 26. Dezember 2015 sind noch zwei Boxer-Welpen zu ihrem privaten Minizoo hinzugekommen. Das Besondere an diesen beiden Welpen: Sie wurden geklont. Das Paar hat mehr als 90.000 Euro ausgegeben, um ihren geliebten Boxer Dylan zu klonen, berichtet die 'Daily Mail'.

"Ich habe Tiere schon immer geliebt, aber Dylan war mein erster Hund. Ich war 20 Jahre alt, als ich ihn als 12 Wochen alten Welpen bekommen habe. Er war mein ein und alles. Wir waren beste Freunde und er schlief sogar in meinem Bett", beschreibt Laura ihre ganz besonders enge Beziehung. Im Mai bekam Dylan einen Herzanfall und wurde zum Tierarzt gebracht. "Ich habe versucht, fröhlich auszusehen, damit er keine Angst hat", erinnert sich Laura.

Doch auch Wiederbelebungsmaßnahmen nützten nichts - Dylan starb. Der Tierarzt stellte später fest, dass der Hund einen inoperablen Gehirntumor hatte. Nach seinem Tod war das Paar am Boden zerstört. "Auch ich habe Dylan geliebt", erklärt Richard. "Aber die Bindung, die Laura und Dylan hatten, ist unbeschreiblich. Sie konnte nichts mehr essen und trinken. Sie war völlig schockiert."

Das Paar erinnerte sich an eine britische Fernsehsendung, die es gesehen hatte. In 'The £60,000 Puppy' konnten Hundebesitzer einen Trip nach Südkorea im Wert von umgerechnet gut 80.000 Euro gewinnen, bei dem ihr Hund geklont wurde. In Südkorea gibt es Kliniken, die auf das Klonen von Hunden spezialisiert sind. Um ihre Idee in die Tat umzusetzen, griffen die beiden auf ihr Erspartes zurück. "Insgesamt beliefen sich die Kosten auf mehr als 90.000 Euro", fasst Laura zusammen. "Wir haben nicht so viel Geld rumliegen. Aber wir haben fast 135.000 Euro gespart, um die Hypothek auf unserem Haus abzubezahlen. Wir haben allerdings das Geld benutzt, um Dylan zu klonen und stattdessen eine höhere Hypothek aufgenommen."

Einen der beiden Welpen, die beim Klonen entstanden sind, haben sie Chance genannt, den anderen Shadow. Laura weiß, dass die beiden Hunde ihrem Boxer nur genetisch gleichen. "Mein Dylan ist mein Dylan und er war so besonders wegen der ganzen Erinnerungen, die wir teilen. Ich weiß, dass die beiden anders sein werden. Sie werden ihren einen Charakter haben."

Die Hunde müssen noch bis Juli in Südkorea in Quarantäne bleiben, bevor sie nach Großbritannien einreisen dürfen. Richard und Laura wollen die beiden bis dahin viermal in Südkorea besuchen – was sie wiederum 6.700 Euro kosten wird. Und auch die Hündin, die als Leihmutter die Welpen ausgetragen hat, möchte das Paar dann zu sich nach England holen. Das Paar weiß, dass viele Menschen ihr Verhalten kritisieren. Aber das macht Laura nichts aus: "Chance und Shadow wissen nicht, dass sie Klone sind. Und ich werde einen Teil von Dylan an meiner Seite haben."