OP-süchtig, weil sie ihre schlimme Vergangenheit vergessen will

Schönheit-OPs als Therapie-Ersatz

Die 30-jährige Star Delguidice weiß nicht mehr, wie viele Schönheitsoperationen sie schon hatte. Und alle Eingriffe haben nur einen Grund: Die Britin will nicht mehr so aussehen wie ihre Mutter. Die OPs sollen eine Therapie sein - damit Star ihre traumatische Vergangenheit vergessen kann. Doch ein Beauty-Doc hat jetzt schwere Bedenken.

Vor zehn Jahren fing alles an

Mit Anfang 20 hat Star angefangen ihr Aussehen zu verändern: Nase, Wangen, Lippen, Brüste... Ihre OP-Liste ist lang, denn mit jedem Blick in den Spiegel holt ihre Vergangenheit sie wieder ein. Und von diesen schmerzlichen Erinnerungen will sie sich endlich lösen. Selbst ihren Namen änderte die junge Frau von Stacey zu Star.

Um die kostspieligen Operationen zu bezahlen, tanzte sie an der Stange und arbeitete sogar als Domina - alles nur um ihr großes Trauma zu vergessen.

Ihre Mutter hatte sie als 17-Jährige einfach in einer Obdachlosenunterkunft zurückgelassen und kehrte nie wieder zurück. Und das war nur das Ende einer langen Liste von Enttäuschungen. Ihre Eltern gehörten den Zeugen Jehovas an und die Sekte bestimmte das Leben der jungen Stacey. Heute ist es ihr größter Alptraum, auszusehen wie ihre Mutter, die sie so bitter enttäuscht hat.

Mit jeder Operation steigt das Risiko für Komplikationen

Den Zwang hinter all ihren Operationen kann ihr Freund nicht verstehen, er versucht sie in ihrem Aussehen zu bestätigen, damit sie ihr Leben nicht mit weiteren Eingriffen riskiert. Als die Ärzte ihre Nase operierten, fiel das Knochengerüst nach dem Eingriff einfach zusammen. "Es fühlte sich an, als würde ich Knochen spucken", erzählt Star.

Doch auch diese gefährliche Erfahrung hält sie nicht auf: Als nächstes will sich Star das Kinn operieren lassen, doch ihr Arzt hat große Bedenken und bittet die 30-Jährige zum Beratungsgespräch. Denn wie schlimm ihre Vergangenheit auch war, die Operationen werden ihre Seele nicht heilen.