Brisanter Demo-Mix: Salafisten, Pegida, Hooligans in Wuppertal

Pegida Demonstrationen sind nichts neues. Aber der Demo-Mix in Wuppertal wird wohl einzigartig.
Pegida Demonstrationen sind nichts neues. Aber der Demo-Mix in Wuppertal wird wohl einzigartig.
© dpa, Sebastian Kahnert

13. März 2015 - 20:53 Uhr

"So etwas hatten wir bundesweit noch nicht"

Mit mehr als 1000 Polizisten bereitet sich die Stadt Wuppertal auf einen brisanten Mix von Demonstranten vor. Salafisten haben für Samstag eine Solidaritätskundgebung "für muslimische Gefangene" angemeldet. Einer Gegenkundgebung der islamkritischen Pegida wollen sich auch Hooligans gegen Salafisten (HoGeSa) und Rechtsextremisten anschließen. Einschließlich Gegendemonstranten rechnet die Polizei mit fünf Kundgebungen und insgesamt mehreren tausend Demonstranten.

"Es ist eine einmalige Situation. So etwas hatten wir bundesweit noch nicht", sagte die Wuppertaler Polizeipräsidentin Birgitta Radermacher. "Wir haben diverse Feindbilder und eine schwierige Gemengelage extremistischer Ansichten zeitgleich in der Stadt."

Ein direktes Aufeinandertreffen werde die Polizei verhindern. Teile der Innenstadt würden für den Autoverkehr gesperrt. Bei einer HoGeSa-Kundgebung in Köln war es im vergangenen Jahr zu schweren Krawallen gekommen. Salafisten haben sich in der Vergangenheit in Solingen und Bonn Straßenschlachten mit der Polizei geliefert.