Politik plant Mega-Lockdown

Ralph Brinkhaus: Die aktuellen Maßnahmen reichen nicht aus

"Bundesregierung stellt Weichen, dass wir vorbereitet sind"

Ralph Brinkhaus, der Vorsitzende der Unionsfraktion im Bundestag, fordert, dass die Corona-Maßnahmen weiter verschärft werden sollen. Damit stellt er sich hinter den Wunsch von Kanzlerin Merkel und einzelner Ministerpräsident:innen. Man müsse sich fragen, ob die aktuellen Maßnahmen dazu geführt hatten, die Zahlen genügend hinunter zu treiben. „Meine Antwort ist Nein“, sagte Brinkhaus im Interview mit RTL und ntv. Er unterstütze deshalb voll den Kurs der Kanzlerin, so Brinkhaus. Auch er warnte davor, die Virusmutationen nicht ernst zu nehmen. "Es ist richtig, da jetzt vorzubeugen. Die Bundesregierung stellt Weichen, dass wir vorbereitet sind.“

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"Noch einmal richtig hart, damit wir im Frühjahr wieder rauskommen"

Auf Nachfrage wurde Brinkhaus auch konkreter. Man müsse schauen, ob man alle Kapazitäten für Homeoffice voll ausgeschöpft habe. Außerdem müsse über eine Umorganisierung des öffentlichen Nahverkehrs nachgedacht werden. „Wir müssen schauen, ob wir den Nahverkehr nicht abschalten oder zumindest so organisieren, dass nicht viele Menschen in einem Bus oder in einem Wagon sind“, so Brinkhaus.

Diese Maßnahmen seien absolut notwendig, so Brinkhaus. Denn die Alternative sei ein quälend langer Lockdown. Deshalb seine Forderung: "Noch einmal richtig hart, damit wir im Frühjahr wieder rauskommen.“

Neuer CDU-Chef muss das Land zusammenhalten

Zum Thema CDU-Parteitag und zur anstehenden Wahl des neuen Vorsitzenden sagte Brinkhaus, der neue Vorsitzende müsse es schaffen die verschiedenen Flügel der Partei zusammenzuführen.

Tatsächlich wird der neue Vorsitzende viel diplomatisches Geschick beweisen müssen, auch wenn es darum geht, wer Kanzlerkandidat der Union wird. Denn auch wenn der neue Parteivorsitzende der CDU am Samstag ziemlich sicher feststeht, ist er noch lange kein Kanzlerkandidat. Denn die CSU hat mit Markus Söder einen Vorsitzenden auf der Beliebtheitsskala der Wähler:innen ziemlich weit oben steht. Ähnlich sieht das auch Ralph Brinkhaus. Wenn es der neue Vorsitzende schaffe die Partei zusammenzuführen, sei er natürlich auch geeignet dafür, das Land zusammenzuhalten.