11. Februar 2019 - 6:59 Uhr

Bis zu 20 Cent mehr pro Briefmarke

Briefe zu verschicken wird teurer - das war klar. Aber statt, dass der Portopreis wie angekündigt ab dem 1. April 2019 um rund 10 Cent steigt, kommt die Portoerhöhung erst im Sommer, dafür aber dann richtig.

Standardbrief für 85 bis 90 Cent

85 bis 90 Cent Porto sollen wir ab Sommer voraussichtlich für einen Standardbrief bezahlen. Das berichtet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" am Montag unter Berufung auf einen ihr vorliegenden Entwurf zur Änderung der Post-Entgeltregulierungsverordnung des Bundeswirtschaftsministeriums.

Bisher hatte die Deutsche Post zum 1. April eine Erhöhung des Briefportos angekündigt. Die Bundesnetzagentur beabsichtige der Deutschen Post einen Preiserhöhungsspielraum von 4,8 Prozent einzuräumen, hatte der Bonner Konzern Mitte Januar mitgeteilt. Beobachtern zufolge hätte das eine Anhebung des Portos für einen Standardbrief von 70 auf 80 Cent bedeutet.

Portoerhöhungen Standardbriefe in den letzten Jahren

Der F.A.Z zufolge gesteht das Ministerium der Post nun eine höhere Umsatzrendite zu. Zurückzuführen sei das auf schwindende Briefmengen, steigende Allgemeinkosten und die Verpflichtung, Briefe flächendeckend jeden Werktag in ganz Deutschland zustellen zu müssen.

  • 2012 0,55 Euro
  • 2013 0,58 Euro
  • 2014 0,60 Euro
  • 2015 0,62 Euro
  • 2016 0,70 Euro
  • 2017 0,70 Euro
  • 2018 0,70 Euro
  • 2019 0,90 Euro?

Dazu werde der bisher gebräuchliche europäische Vergleichsmaßstab zugunsten der Post angepasst. Durch die neuen Vorgaben werde die Bundesnetzagentur, welche die Portoanträge der Post genehmigen muss, gezwungen, einen größeren Erhöhungsspielraum einzuräumen. Aus der Branche hieß es dem Bericht zufolge, es sei eine Anhebung in Richtung 85 bis sogar 90 Cent denkbar. Voraussichtlich wären die neuen Preise drei Jahre gültig.