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Briefe bald wieder teurer? Deutsche Post soll Portoerhöhung planen

Briefmarkenautomat und Briefkasten der Deutschen Post
Von 70 auf 80 Cent: Briefe verschicken soll ab 2019 wieder teurer werden. © imago/Horst Galuschka, imago stock&people

Ab Januar soll das Porto wieder steigen

Wer Briefe schreiben und verschicken will, muss bald wohl wieder mehr zahlen. Gerade mal vor drei Jahren wurden die Kosten für das Brief-Porto von 62 auf 70 Cent angehoben. Damals hat die Bundesnetzagentur die Preise für drei Jahre eingefroren. Diese Frist läuft bald ab.

"Das ist eine Frechheit"

 Duisburg Briefsortierzentrum. Hochbetrieb im Briefzentrum
Der Standardbrief soll wieder teurer werden © imago/biky, imago stock&people

Nach den Bücher- Warensendungen sind bald wohl wieder die Briefe an der Reihe. Nach Informationen der 'Bild am Sonntag' (BamS) erwägt die Deutsche Post, das Porto für den Standardbrief um 10 Cent anzuheben. Der Kunde müsste sich dann auf 80 Cent für einen Brief einstellen. Ein Sprecher der Deutschen Post sprach am Sonntag von Spekulationen. Zunächst müsse die Bundesnetzagentur ein neues Verfahren zur Feststellung der Briefpreise festlegen. Sobald das feststehe, "werden wir auf dieser Grundlage entscheiden, welche Preise verändert werden sollen und deren Genehmigung bei der Bundesnetzagentur beantragen", zitiert die 'BamS' einen Sprecher der Post.

Das Porto von 70 Cent sei staatlich reguliert und eine Erhöhung ab Anfang 2019 wäre aber prinzipiell möglich. Während die Deutsche Post also angeblich überlege, die Preise noch ein wenig nach oben zu schrauben, werden ihre Kunden immer unzufriedener. Bis Ende Mai dieses Jahres seien rund 4.100 Beschwerden bei der Bundesnetzagentur gezählt worden. Bis Ende 2018 könnte dementsprechend ein Beschwerde-Rekord erreicht werden. Im gesamten vergangenen Jahr waren es 6.100 Kundenklagen, die eingegangen sind, ein Anstieg von wiederum 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mehr als die Hälfte beschwert sich über die Probleme bei der Zustellung.

Der Vorstandsvorsitzende des Bundesverbands der Verbraucherzentralen Klaus Müller empörte sich auf Twitter über die 14-prozentige Preiserhöhung für Briefe auf 80 Cent und gleichzeitig eine Rekordzahl an Beschwerden: "Das ist eine Frechheit."


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