Brief an Apple - Datenschützer fordern Aufklärung

12. Februar 2016 - 1:46 Uhr

Der zuständige bayerische Datenschutzbeauftragte Thomas Kranig hat Apple schriftlich aufgefordert, die Speicherung von Bewegungsdaten von iPhone- und iPad-Nutzern aufzuklären. Er habe einen Fragenkatalog an die deutsche Apple-Niederlassung in München geschickt, sagte Kranig.

Apple werde gebeten, zu beantworten, welche Geräte Bewegungsdaten speichern, welche Daten das sind und wo sie gespeichert werden. Außerdem will der Datenschützer von dem Unternehmen wissen, wer Zugriff auf die Daten hat, "ob und was Apple damit macht und ob der Nutzer die Möglichkeit hat, diese Datenerfassung zu unterdrücken".

Mit schnellen Antworten rechnet Kranig allerdings nicht. Möglicherweise müsse Apple Deutschland noch Rücksprache mit der Zentrale in den USA halten. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Peter Schaar hatte zuvor gesagt, anhand einer Stellungnahme Apples werde es "eine Bewertung geben, und wenn die negativ ist, wovon ich ausgehe, dann muss Apple seine Praxis ändern".