In zwei Wochen ist endlich Ruhe

Der Hahn ist zu laut: Nachbarschaftsstreit führt zu kuriosem Polizeieinsatz

Hahn auf dem Mist
© dpa, Peter Steffen, pst wst jol sab

13. Januar 2021 - 8:23 Uhr

Die Polizei, dein Freund und Streitschlichter

Das Abtippen von Einsatzberichten und Pressemeldungen gehört wahrscheinlich nicht zu den allerliebsten Tätigkeiten von Polizeibeamten. In diesem aktuellen Fall aus Bremerhaven dürfte das wohl ganz anders gewesen sein, denn der Einsatz selbst ist ebenfalls alles andere als alltäglich. Doch was ist eigentlich passiert?

Polizeieinsatz wegen Nachbarschaftsstreit

Den besagten Polizeiangaben zufolge werden die Beamten am Montag (11.01.) in den Stadtteil Lehe gerufen. Einem Mann ging das nächtliche Krähen des Nachbar-Hahns wohl so sehr auf die Nerven, dass er nicht nur mit der Hühnerbesitzerin in Streit gerät, sondern es anscheinend auch keinen anderen Ausweg mehr gibt, als die 110 zu wählen und die Polizei als Streitschlichter hinzuzuziehen.

Der Hahn ist tot (jedenfalls bald)

Vor Ort lässt sich die Situation dann relativ schnell klären, weil sich die Hühnerbesitzerin einsichtig zeigt und versichert, in Zukunft für Ruhe im Hühnerstall sorgen zu wollen. Außerdem, heißt es in der Pressemeldung der Polizei weiter, "werde der Hahn in spätestens zwei Wochen ausgekräht haben - dann sei er fett genug, um geschlachtet zu werden." Das scheint auch den Nachbarn zufriedenzustellen. Ob er allerdings zu einem möglichen Festessen eingeladen wird, ist nicht überliefert.