Bremer Seniorenheim muss schließen - Gefahr für Leib und Leben

Pflege und medizinische Versorgung in dem Heim waren mangelhaft.
Pflege und medizinische Versorgung in dem Heim waren mangelhaft.
© dpa, Angelika Warmuth

25. November 2015 - 11:41 Uhr

Bewohner müssen bis Donnerstag umziehen

Die Zustände in einem Bremer Seniorenheim waren so schlecht, dass die Behörden die Einrichtung jetzt wegen schwerwiegender Mängel schlossen. Leib und Leben der Bewohner seien gefährdet gewesen, weil die Mängel so gravierend waren. Die Beanstandungen bezogen sich auf die pflegerische und die medizinische Versorgung, aber auch Hygiene, Pflegedokumentation und Personalmanagements waren unzureichend.

Die 63 Bewohner müssen jetzt bis Donnerstag umziehen, das teilte die Wohn- und Betreuungsaufsicht mit. Laut Bremer Senatssprecher Bernd Schneider ist das Haus im Stadtteil Kirchhuchting im Herbst 2013 erstmals wegen anhaltender Beschwerden von Bewohnern, Angehörigen und Ärzten ins Visier der Aufischt geraten. Allein in diesem Jahr sei das Seniorenheim von der Behörde 13 Mal unangekündigt kontrolliert worden. Weil sich über Jahre hinweg keine Besserung der Mängel eingestellt habe, habe die Behörde am vergangenen Freitag die Schließung angeordnet. Die betroffene Einrichtung der Betreibergruppe Mediko hatte im Jahr 2012 eröffnet.