Frühere Impfung gegen das Coronavirus

Vorrang für besonders Gefährdete: Bremen will Impfkommission einrichten

Bremen will eine Impfkommission einrichten.
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27. Januar 2021 - 11:53 Uhr

Im Sonderfall von Impfreihenfolge abweichen

In Bremen gibt es Hoffnung für vorerkrankte Menschen, schon früher gegen das Coronavirus geimpft zu werden. Eine Impfkommission soll in dem Bundesland künftig über Einzelfälle entscheiden. Das bedeutet: Diejenigen, bei denen eine Corona-Infektion aufgrund ihrer Vorerkrankungen zu einem schweren oder sogar tödlichen Verlauf führen könnte, könnten früher als geplant geimpft werden.

Bremen: Entscheidungen über Einzelfälle

Betroffene könnten dann einen Antrag stellen, um in der Impfreihenfolge vorgezogen werden. Über den Antrag, dem auch medizinische Unterlagen beigelegt werden müssen, entscheidet die Kommission. Sie soll bestehen aus der Präsidentin der Ärztekammer Bremen, der medizinischen Leitung des Impfzentrums der Stadt Bremen und der Stadtgemeinde Bremerhaven, einer in medizin-ethischen Fragen ausgewiesenen Person und einer Person mit der Befähigung zum Richteramt, wie das Gesundheitsressort mitteilt.

Gesetzentwurf muss in Bremischer Bürgerschaft debattiert werden

Der Bremer Senat hat sich bereits für die Impfkommission ausgesprochen, die von Gesundheitssenatorin Claudia Bernhard (Linke) eingerichtet werden soll. Am Donnerstag (28.01.2021) befasst sich die Bremische Bürgerschaft mit dem Gesetzentwurf. Erst dann kann aus einer Ankündigung eine Umsetzung werden.