Brauchen wir die Zeitumstellung noch? EU-Kommission lässt Bürger darüber abstimmen!

06. Juli 2018 - 14:40 Uhr

Der Online-Fragebogen der EU ist noch bis zum 16. August freigeschaltet

Jetzt sind SIE gefragt! Worum es geht? Alle EU-Bürger können momentan im Internet über eine Frage abstimmen, die zweimal im Jahr für wilde Diskussionen sorgt: Soll die Zeitumstellung abgeschafft werden oder nicht? Die EU-Kommission hätte gerne Ihre Meinung dazu. Bis zum 16. August ist ein Online-Fragebogen freigeschaltet. Die Bürger können darin auch angeben, ob sie im Fall einer Abschaffung die Winter- oder die Sommerzeit bevorzugen.

Was halten Sie von der Zeitumstellung?

Das Europaparlament hatte die EU-Kommission im Februar aufgefordert, die entsprechende Richtlinie unter die Lupe zu nehmen. Sollte die Behörde zu dem Schluss kommen, dass die Nachteile der Zeitumstellung überwiegen, könnte sie den EU-Staaten und dem Parlament einen Vorschlag zur Gesetzesänderung unterbreiten.

Eine Mehrheit der Deutschen wünscht sich die Abschaffung der Zeitumstellung – zumindest war das meistens das Ergebnis früherer Umfragen. In einer repräsentativen Studie des Forsa-Instituts im Auftrag der Krankenkasse DAK sprachen sich erst im März 73 Prozent der Befragten gegen das Umstellen der Uhren aus. Und was halten Sie von der Zeitumstellung? Stimmen Sie hier ab.

Spart die Zeitumstellung wirklich Energie?

Die Uhrenumstellung wurde in Deutschland 1980 eingeführt - mit dem Ziel, Energie zu sparen. Seit 1996 stellen die Menschen in allen EU-Ländern die Uhren am letzten Sonntag im März eine Stunde vor und am letzten Oktober-Sonntag wieder eine Stunde zurück. Am 28. Oktober ist es wieder soweit.

Der Nutzen ist umstritten. Laut Umweltbundesamt knipsen die Deutschen wegen der Zeitumstellung im Sommer tatsächlich abends seltener das Licht an - im Frühjahr und Herbst wird jedoch morgens mehr geheizt. Außerdem sehen Mediziner Gesundheitsrisiken. Schlafforscher warnen, empfindsame Menschen könnten Probleme mit dem zeitlichen Hin und Her haben - samt Schlafstörungen und Appetitlosigkeit.