Dutzende Männer festgenonmen

Brasilien: Polizei sprengt internationalen Hundekampf-Ring

17. Dezember 2019 - 11:02 Uhr

"Makabres Ritual" mit gegrilltem Hundefleisch

Furchtbare Szenen spielen sich bei Hundekämpfen ab, die Aufnahmen davon können verstörend wirken. Dank des Eingreifens der Ermittler in Brasilien wurde jetzt zumindest einem internationalen Hundekampfring teilweise das Handwerk gelegt. Dutzende Männer wurden verhaftet, berichtete die "Washington Post". Das Blatt schreibt von einem "makabren Ritual", bei dem den Zuschauern gegrilltes Hundefleisch serviert wurde.

Polizeikommissar: "Es war ein absoluter Horror"

Hundekampf
Hundekampf-Ring in Sao Paulo gesprengt.

Lokale Medien zitieren den Polizeikommissar des Bundesstaates Parana, Matheus Laiola. "Es gab tote Hunde, verwundete Hunde. Ein Hund, der gestorben war, wurde zum Fressen geröstet", sagte er. "Es war ein absoluter Horror."

Bei der Polizeiaktion wurden 19 Pitbulls auf dem Gelände am Rande der Millionenmetropole Sao Paulo gerettet. Laut Polizei ging es um eine internationale Hundekampf-Runde, die im vergangenen Jahr in der Dominikanischen Republik startete.

Menschen auf der ganzen Welt platzierten Online-Wetten auf die Kämpfe. Von der Polizei zur Verfügung gestellte Fotos und Videos zeigten unterernährte und teilweise übel verletzte Tiere.​

Unter den Festgenommenen sind den Berichten zufolge ein US-Amerikaner, ein Mexikaner und ein Peruaner. Für die Verdächtigen wurde eine Kaution festgelegt, die Ausländer dürfen Brasilien vorerst nicht verlassen.