Brasilien: Ex-Präsident Lula stellt sich der Polizei

Ex-Präsident Lula stellt sich der Polizei
Der ehemalige brasilianische Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich der Polizei gestellt.
imago stock&people, imago/Agencia EFE, Sebastiao Moreira

Ex-Präsident Lula muss ins Gefängnis

Der wegen Korruption verurteilte brasilianische Ex-Präsident Luiz Inácio Lula da Silva hat sich der Polizei gestellt. Er verließ den Sitz der Metallarbeitergewerkschaft in São Paulo, um seine zwölfjährige Haft anzutreten, wie der brasilianische Fernsehsender 'Globo' berichtete.

Lula bezieht Zelle in Curitiba

Der 72-Jährige wurde nach Curitiba im Süden des Landes geflogen. Dort brachten ihn Beamte in das Hauptquartier der Bundespolizei, wo bereits eine Zelle für den 72-Jährigen vorbereitet worden war. Medienberichten zufolge verfügt Lula dort über ein Bett, einen Tisch, Stühle und ein eigenes Bad.

Bevor er sich der Polizei stellte, hielt Lula vor dem Sitz der Metallarbeitergewerkschaft in São Paulo noch eine flammende Rede vor seinen Anhängern. Er verteidigte sein politisches Erbe und warf seinen politischen Gegnern sowie den Medien vor, sich gegen ihn verschworen zu haben. "Je mehr sie mich angreifen, desto mehr wächst meine Beziehung zum brasilianischen Volk", sagte er.

Schmiergeld-Skandal brachte Lula hinter Gitter

Lula ist in den Skandal um Schmiergelder bei Auftragsvergaben an den staatlichen Ölkonzern Petrobras verwickelt. Unter anderem soll er von dem Bauunternehmen OAS die Renovierung eines Luxus-Appartements angenommen haben. Wegen Korruption war er zu zwölf Jahren Haft verurteilt worden. Mehrere Anträge, bis zum Ende des Berufungsverfahrens auf freiem Fuß bleiben zu dürfen, wurden abgelehnt.