Waldpatrouille will Urwald schützen

Brasilianische Ureinwohner konfrontieren illegale Holzfäller

14. September 2020 - 17:42 Uhr

Wer ist die Waldpatrouille?

Sie fahren auf Motorrädern durch den tiefen Urwald Brasiliens. Ihr Ziel: Der Schutz ihrer Heimat und das Behüten des Waldes. Es sind indigene Männer der Tembé-Gruppe, die ihr indigenes Land vor illegalen Holzfällern und Goldgräbern bewahren wollen. Doch sie treffen immer wieder auf Menschen, die ihnen die Arbeit erschweren. Was passiert, wenn sie auf jemanden finden, der seltene Bäume fällt, zeigen wir im Video zu sehen.

Ihr Ziel: Illegale Holzfäller aufhalten

"Wir haben Wächter geschaffen, damit diese jungen Männer das Land inspizieren können, um zu zeigen, wo die Invasionen und illegalen Holzfäller waren", sagt der Chef des indigenen Landes der Tenetehara, Sérgio Muxi Tembé. Das 1946 gegründete Land der Indigenen, das Alto Rio Guamá, mit einer Fläche von 2.809 Hektar, ist die Heimat von etwa 2.500 Indigenen. Die Schutz-Patrouille besteht aus 40 Männern aus allen Dörfern in der Gegend.

Mit Gewehren, Pfeil und Bogen ausgestattet, fahren sie in Zweierteams auf Motorrädern die Landschaft ab und versuchen, ihr Land möglichst friedlich zu verteidigen.

Indigene Bevölkerung möchte ihre Heimat schützen

Zu Beginn hatte die Waldpatrouille keinen guten Ruf. Sie zerstörten die Maschinen und Lager der Holzfäller und Eindringlinge. Was folgte, waren Morddrohungen und Hinterhalte. Jetzt arbeiten die Wächter mit mehreren Verbänden zum Beispiel der Naturschutzorganisation WWF (World Wide Fund for Nature) zusammen oder auch dem IBAMA (Brasilianisches Institut für Umwelt und natürliche Ressourcen).

Durch ihre Arbeit versucht die indigene Patrouille außerdem, Präsident Jair Bolsonaro zum Eingreifen zu bewegen und dem illegalen Holzeinschlag, der Goldgräberei und den Bedrohungen im Wald entgegenzuwirken.