Brandenburger Dehoga-Präsident kritisiert 2G-Regel

Olaf Schöpe, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
Olaf Schöpe, Präsident des Deutschen Hotel- und Gaststättenverbandes Brandenburg (Dehoga). Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archiv
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15. September 2021 - 13:53 Uhr

Cottbus (dpa/bb) - Der Hotel- und Gaststättenverband Brandenburg (Dehoga) hat die sogenannte 2G-Regel als Option für Betreiber von Lokalen und Hotels in der Corona-Pandemie kritisiert. "Wir wollen Gastgeber für alle sein", sagte Dehoga-Präsident Olaf Schöpe der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch. Man könne nicht eine ganze Menschengruppe ausgrenzen. Die 2G-Regel bedeutet, dass nur Geimpften und Genesenen Zutritt zu bestimmten Bereichen des öffentlichen Lebens erlaubt wird.

Die übergroße Mehrheit der Branche lehne die 2G-Regel ab und bleibe bei einem Einlass von Genesenen, Geimpften und Getesteten, betonte Schöpe. "Alle wollen ihre Gäste nicht verlieren. Das zeigt aber einmal mehr, dass durch solche politischen Entscheidungen vielleicht sogar unsere Branche auseinanderdividiert wird", sagte er weiter. "Wenn sich 3G bewährt hat, warum müssen wir noch einen drauf setzen?" Zunächst hatte der rbb berichtet.

Wer ein Lokal, ein Hotel oder eine Veranstaltung besucht, wird ab Donnerstag in Brandenburg möglicherweise nur noch mit Corona-Impfung oder überstandener Covid-19-Erkrankung eingelassen. Das Kabinett beschloss am Dienstag, diese 2G-Regel als Option für die Betreiber einzuführen. Sie haben die Möglichkeit, nicht Geimpfte oder nicht Genesene außen vor zu lassen, Kinder bis zu zwölf Jahren sind ausgenommen.

Sorgen macht sich Schöpe, dass durch die 2G-Regel das Problem des Fachkräftemangels in Brandenburg noch verschärft wird, wenn Ungeimpfte in Hotels und Gaststätten nicht mehr beschäftigt werden. Diese Regel müsste überdacht werden, forderte er. Die Gastrobranche habe in den drei vorangegangenen Corona-Wellen bewiesen, dass sie nicht Pandemietreiber sei, sie werde jetzt wieder "geopfert".

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Quelle: DPA

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