Brandenburger BUND will Tesla-Rodung nicht stoppen

Ein Kiefernwald auf dem künftigen Gelände der geplanten Tesla-Gigafactory. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild
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14. Februar 2020 - 13:01 Uhr

Der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) in Brandenburg will die vorzeitigen Rodungen auf dem Tesla-Gelände in Grünheide (Oder-Spree) zunächst nicht stoppen. Dafür sehe man derzeit weder die Möglichkeit noch die Notwendigkeit, sagte Landesgeschäftsführer Axel Kruschat am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. Tesla hatte am Donnerstag mit den Waldrodungen begonnen. Dafür hatte das Umweltministerium dem US-Konzern die vorzeitige Erlaubnis gegeben. Das umweltrechtliche Genehmigungsverfahren läuft noch.

Für die Rodungen gehe man von einem Zeitraum von etwa zwei Wochen bis Ende Februar aus, sagte Brandenburgs stellvertretender Regierungssprecher, Simon Zunk, am Freitag der dpa.

Der BUND prüft nach eigenen Angaben die Unterlagen zur vorzeitigen Zulassung für die Rodung noch. Kruschat gab zu Bedenken, dass sich die Arbeiten durch Verzögerungen bei einem möglichen Rodungsstopp wohl in die Vegetationszeit ziehen würden. Wenn Tesla seine Arbeiten ungehindert abschließen könne, könnten die Rodungen noch außerhalb der Vegetationszeit abgeschlossen werden.

Das Ministerium machte am Donnerstag in seiner Mitteilung deutlich, dass Tesla "auf eigenes Risiko" mit den Arbeiten loslegen dürfe. "Allerdings musste der Investor sich verpflichten, den ursprünglichen Zustand wiederherzustellen, falls die Genehmigung für das Vorhaben doch nicht erteilt werden kann." Tesla muss demnach in jedem Fall als Ersatz Wald an anderer Stelle pflanzen. Zudem gelten zahlreiche Auflagen zum Schutz der Umwelt und der Bevölkerung für die Zeit während der Arbeiten.

Quelle: DPA