Fast 20.000 in Brandenburg

Zahl der Versuchstiere deutlich gestiegen

Die Zahl der Versuchstiere in Brandenburg ist deutlich gestiegen (Symbolbild).

30. Januar 2020 - 10:16 Uhr

Über 5.000 Versuchstiere mehr in Brandenburg

Die Zahl der Versuchstiere in Brandenburg ist deutlich gestiegen. Im Jahr 2018 wurden 19.790 Tiere für wissenschaftliche Zwecke verwendet, wie aus Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums hervorgeht. Das waren 5.178 mehr als im Jahr 2017 (14.612). Dabei wurden nicht die Tiere mitgezählt, die zuvor schon einmal verwendet worden waren. In Baden-Württemberg gab es über 500.000 eingesetzte Versuchstiere im Jahr 2018 - Höchstwert in Deutschland.

2.000 Tiere für wissenschaftliche Zwecke getötet

Rund 18.000 Tiere wurden im Jahr 2018 in Versuchen eingesetzt, mehr als 2.000 wurden für wissenschaftliche Zwecke getötet. Knapp zwei Drittel der Versuchstiere waren den Angaben zufolge Mäuse, ein Fünftel Fische. Affen wurden in Brandenburg nicht für Tierversuche eingesetzt.

Deutschlandweit kamen laut Bundesministerium rund 2,8 Millionen Tiere in der Wissenschaft zum Einsatz. Fast die Hälfte davon diente der Grundlagenforschung, beispielsweise im Bereich des Immun- und Nervensystems. Bei etwa 15 Prozent ging es um die Forschung an Krankheiten von Menschen und Tieren, etwa von Krebs- oder Nervenerkrankungen. Jedes vierte Tier wurde für die Herstellung, Qualitätskontrolle oder Sicherheitsprüfungen von Arzneimitteln verwendet.

Ministerium will Tierversuche " auf das absolut notwendige Maß" beschränken

"Tierversuche müssen auf das absolut notwendige Maß beschränkt werden und Versuchstiere den bestmöglichen Schutz bekommen", betonte eine Sprecherin des Ministeriums. Um Alternativmethoden zu entwickeln und die zugehörige Forschung voranzutreiben, würden verschiedene Projekte initiiert und unterstützt – mit dem Ziel, "Tierversuche möglichst schnell durch alternative Methoden zu ersetzen beziehungsgweise die Anzahl verwendeter Versuchstiere zu reduzieren".