Brandenburg will Wirtschaft und Hochschulen enger verzahnen

Manja Schüle, die Brandenburgische Wissenschaftsministerin. Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/ZB
© deutsche presse agentur

16. Juli 2020 - 16:12 Uhr

Die Wirtschaft und die Hochschulen in Brandenburg sollen nach dem Willen der rot-schwarz-grünen Landesregierung noch enger verzahnt werden. "Bei uns in den Hochschulen werden natürlich die Fachkräfte ausgebildet, die die Wirtschaft auf der anderen Seite braucht", sagte Wissenschaftsministerin Manja Schüle (SPD) am Donnerstag am Rande eines Besuchs der Technischen Hochschule Brandenburg. Dort werde nach innovativen Ideen geforscht, aber auch an Produkten. Wirtschaftsminister Jörg Steinbach (SPD) sagte, die Hochschulen seien der "aktive Motor" für regionale Entwicklung.

Für eine engere Verzahnung zwischen Unternehmen, Fachhochschulen und Universitäten sollen Hochschulen stärker dort Anlaufstellen haben, wo sie nicht vertreten sind. "Wir können ja nicht überall eine Hochschule errichten, wir können Präsenzstellen schaffen", sagte Schüle. Die Stellen sind zur Vernetzung von Unternehmen, Hochschulen und Studieninteressierten gedacht. Dort könnten sich Schüler über ein künftiges Studium informieren. Schüle sieht dafür Interesse im Ausland: "Wir haben jetzt auch Anfragen aus Belgien und aus Polen." Derzeit gibt es Präsenzstellen in Luckenwalde, Spremberg, Schwedt sowie in der Prignitz in Neuruppin, Wittenberge und Pritzwalk, weitere sind in Finsterwalde, Velten und Fürstenwalde geplant.

Weitere Vernetzung ist auch mit einem neuen Studiengang geplant: An der Technischen Hochschule Brandenburg können Studentinnen und Studenten bald den Studiengang E-Mobilität belegen - der erste dieser Art im Bundesland. Hochschulpräsident Andreas Wilms sagte, im Wintersemester sollten die ersten Studentinnen und Studenten begrüßt werden, die dann auch dieses Thema im Land voranbringen könnten. Der US-Elektroautobauer Tesla baut derzeit eine Fabrik in Grünheide nahe Berlin - und sucht Fachkräfte.

Quelle: DPA