Brandenburg stellt Prävention gegen Schweinepest vor

Eine Postkarte zur Information während einer Schweinepest-Seuchenübung. Foto: Sebastian Willnow/zb/dpa/Archivbild
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10. Dezember 2019 - 3:10 Uhr

Damit sich die Afrikanische Schweinepest nicht von Polen nach Deutschland ausbreitet, hält die Brandenburger Landesregierung ein Paket an Schutzmaßnahmen vor. Verbraucherschutzministerin Ursula Nonnemacher (Grüne) informiert das Kabinett darüber und stellt die Aktionen heute in Potsdam vor. Dazu gehören bereits getroffene Vorsorgemaßnahmen, aber auch neue. Einen Fall von Schweinepest gibt es bisher in Brandenburg nicht, die Seuche ist aber in den vergangenen Wochen nähergerückt.

Am Dienstag vergangener Woche war das Virus bei einem toten Wildschwein in der Nähe von Nowogrod Bobrzanski in der polnischen Woiwodschaft Lebus gefunden worden. Der Ort liegt nur gut 42 Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt.

Für Menschen ist die Tierseuche ungefährlich. Beim ersten Nachweis bei einem Wild- oder Hausschwein sind allerdings Agrarexporte außerhalb der EU laut Bauernverband nicht mehr möglich. Die grenznahen Landkreise haben ihre Vorsorgemaßnahmen bereits verstärkt. Der größte Risikofaktor für eine Ausbreitung sind nach Ansicht des Bundeslandwirtschaftsministeriums Menschen, die etwa Lebensmittelreste wegwerfen.

Quelle: DPA