Amerikanische Faulbrut kann Massensterben auslösen

Gefährliche Bienenseuche in Brandenburg ausgebrochen – betroffene Völker werden getötet

Bienen sitzen auf einem Bienenstock
Bei einem Imker in Brandenburg ist eine gefährliche Bienenseuche ausgebrochen (Symbolbild).
deutsche presse agentur

Krankheit könnte Massensterben auslösen

Geht's den Bienen gut, hilft das dem Menschen. In Brandenburg ist jetzt aber eine gefährliche Bienenseuche ausgebrochen. Um keine weiteren Bienen in Gefahr zu bringen, sollen jetzt die betroffenen Völker getötet werden. Denn das Risiko ist groß, dass sich die Krankheit weiter ausbreitet und zu einem Massensterben unter den Insekten führt.

Sperrbezirk nach Ausbruch der Bienenseuche eingerichtet

Die Amerikanische Faulbrut (AFB) sei am Donnerstag bei einem Imker in Schönefeld nachgewiesen worden, teilte der Kreis Dahme-Spreewald mit. Da die Bienenvölker zu groß sind, um die Krankheit mit anderen Methoden zu bekämpfen, ordnete das Veterinäramt die Tötung der Insekten an. Außerdem wurde ein Sperrbezirk mit einem Radius von einem Kilometer um den Standort des Imkers eingerichtet. Er soll für mindestens zwei Monate gelten und Tierärzte alle Bienenvölker innerhalb dieses Gebietes auf die Krankheit prüfen.

Erst vor wenigen Tagen war die AFB bei einem Bienenstand in Hamburg festgestellt worden.

Amerikanische Faulbrut für Menschen nicht gefährlich

Für den Menschen ist die AFB ungefährlich; auch Honig oder andere Bienenprodukte können ohne Bedenken verzehrt werden. Die Krankheit befällt, wie der Name vermuten lässt, ausschließlich den Bienen-Nachwuchs: Die Bakterien werden von den Bienen-Arbeiterinnen bei der Fütterung durch Sporen an die Larven im Bienenstock weitergegeben. Das endet für die Bienenbrut tödlich. Sie werden von den Erregern förmlich von innen heraus zersetzt.

Fatal: Auch tote Larven können sich zu einem Sporenherd entwickeln und den ganzen Bienenstock infizieren. Die Faulbrut-Seuche ist seit Jahren außer Kontrolle und eine wachsende Gefahr für Bienenvölker.

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