Brand in Flüchtlingsheim: Haftbefehl wegen versuchten Mordes

27. April 2020 - 19:00 Uhr

Vier Tage nach dem Brand in einem als Flüchtlingsunterkunft genutzten Haus in Högersdorf im Kreis Segeberg ist gegen einen 22-Jährigen Haftbefehl wegen versuchten Mordes erlassen worden. Dem Mann, einem Bewohner des in der Nacht zum Freitag abgebrannten Hauses, werde auch schwere Brandstiftung und schwere Körperverletzung vorgeworfen, teilte die Polizei am Montag mit. Auf Antrag der Staatsanwaltschaft Kiel habe ein Richter des Amtsgerichts Neumünster den Haftbefehl verfügt.

Bei dem Brand hatten sich die elf Bewohner selbstständig in Sicherheit bringen können. Vier von ihnen kamen vorsorglich mit dem Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus. Die Feuerwehr war mit etwa 130 Einsatzkräften am Brandort.

Im Laufe der Ermittlungen habe sich der Verdacht einer Brandstiftung erhärtet, teilte die Polizei mit. Das Motiv für die mutmaßliche Brandstiftung sei derzeit unklar. Der 22-Jährige sitzt inzwischen im Gefängnis.

Quelle: DPA