Schiff stand seit Mittwoch in Flammen

Brand auf Öltanker vor Sri Lanka nach über einer Woche gelöscht

11. September 2020 - 5:45 Uhr

Im Video: Luftwaffe wirft Löschpulver ins Feuer

Über eine Woche nach der Explosion mit anschließendem Großfeuer auf einem Öltanker haben die Einsatzkräfte in der Nähe von Sri Lanka das Feuer gelöscht. Das berichteten internationale Medien unter Berufung auf die Marine. 270.000 Tonnen Öl drohten ins Meer auszulaufen, hieß es in der vergangenen Woche – Experten befürchten eine Umweltkatastrophe. Wie Feuerwehr und Luftwaffe das Feuer unter Kontrolle gebracht haben, sehen Sie im Video.

"MV Diamond": Ein Besatzungsmitglied gestorben

Zum ersten Mal seit Ausbruch des Feuers hätten Menschen den Öltanker am Mittwoch betreten können, teilte die Marine Sri Lankas mit. Es sei zwar wieder Öl im Wasser um das Schiff zu sehen, dies stamme nach ersten Erkenntnissen aber nur aus dem Treibstofftank des Frachters. Ein Forscherteam soll nun das Ausmaß der Ölverschmutzung im Meer untersuchen.

Greenpeace Meeresexperte Christian Bussau sagte dazu: "Auch wenn das Feuer derzeit gelöscht zu seien scheint: Im jetzigen Zustand bleibt dieser Öltanker eine tickende ökologische Zeitbombe." Vor Sri Lanka gebe es Wal- und Riffhaie, Meeresschildkröten sowie Pott- und Blauwale. Um die Gefahr einer Katastrophe zu bannen, sollte das Schiff an die Küste, in einen Nothafen oder an einen sicheren Liegeplatz in Küstennähe gebracht werden.

Die in Panama registrierte "MV Diamond" sollte das Öl von Kuwait nach Indien bringen. Ein Besatzungsmitglied starb bei dem Feuer, die weiteren 22 Crewmitarbeiter konnten nach dem Ausbruch des Brandes von einem anderen Schiff gerettet werden, hieß es in der vergangenen Woche. Nachdem zwischenzeitlich die Situation bereits unter Kontrolle schien, waren vor wenigen Tagen erneut Feuer auf dem Schiff ausgebrochen.