Boxen: Wladimir Klitschko gibt Karriereende bekannt - kein Rückkampf gegen Anthony Joshua

"Mehr als ein Boxer" - Klitschko lässt die Fäuste ruhen
"Mehr als ein Boxer" - Klitschko lässt die Fäuste ruhen Letzter Gong für einen der Größten 00:02:05
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Wladimir Klitschko hat seine eindrucksvolle Box-Karriere beendet und wird nicht mehr zu einem Rückkampf gegen Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua antreten. "Vor 27 Jahren startete ich meine Reise in den Sport. Es war die beste Berufswahl, die ich treffen konnte", sagte Klitschko in einem Video-Statement auf seiner Homepage. Es gebe immer einen Punkt im Leben, "an dem wir ein neues Kapitel beginnen und neue Herausforderungen annehmen müssen - oder einfach wollen", so der Schwergewichtler: "Und es ist genau jetzt der Zeitpunkt, diesen Wendepunkt einzuleiten."

Klitschko schlägt Offerte für Rückkampf aus

Er habe als Amateur und Profi alles erreicht und könne jetzt gesund und zufrieden die spannende Karriere nach der Karriere angehen, sagte Klitschko. "Ich hätte nie für möglich gehalten, dass ich eine so lange und erfolgreiche sportliche Laufbahn haben würde."

Der Ex-Champion schlug die Offerte für einen Rückkampf gegen seinen Bezwinger Joshua aus. Den ersten Kampf hatte Klitschko am 29. April in London gegen den britischen Olympiasieger durch technischen K.o. in der 11. Runde verloren. Bei einem Rückkampf wäre es neben den Titeln von WBA und IBO auch um den Gürtel der IBF gegangen.​

Die besten Knockouts von Wladimir Klitschko bei RTL

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Klitschkos einmaliger Rekord im Schwergewicht

Der 41-Jährige ist einer der erfolgreichsten Boxsportler aller Zeiten. Seine großartige Amateurkarriere hatte ihren Höhepunkt mit dem Olympiasieg 1996 in Atlanta. Danach startete Wladimir Klitschko seine grandiose Profilaufbahn. Von 2000-2003 und von 2006-2015 war er Weltmeister im Schwergewicht. Er ist nach dem legendären Joe Louis der am längsten amtierende Schwergewichts-Weltmeister der Boxgeschichte. Er vereinigte die WM-Gürtel der Weltverbände WBA, WBO, IBF und IBO. Von 2008 bis 2012 waren die Brüder Vitali (damals WBC-Champion) und Wladimir sogar gleichzeitig Weltmeister und hielten alle verfügbaren WM-Titel.

Klitschkos Profirekord steht bei 69 Kämpfen, von denen er 64 gewann, 54 sogar vorzeitig. Er bestritt 29 WM-Kämpfe (Rekord im Schwergewicht). Für seine überragenden sportlichen Leistungen wurde Wladimir Klitschko, dessen Profi-Kämpfe von RTL übertragen wurden, u.a. zweimal mit dem Bambi, mit der Goldenen Kamera, dem Sportbild-Award, dem Deutschen Fernsehpreis und dem GQ-Award ausgezeichnet.

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"Wladimir darf auf eine einzigartige Karriere zurückblicken"

"Wladimir hat sich die Entscheidung nach seinem großartigen Kampf im Wembley Stadion gegen Joshua nicht leicht gemacht, aber er hatte immer gesagt, wenn die Motivation nicht mehr da ist, werde er aufhören", sagte Bernd Bönte, Geschäftsführer der Klitschko Management Group, in einer Pressemitteilung zur Entscheidung seines Schützlings.

"Deshalb ist das jetzt definitiv der richtige Entschluss", so Bönte. "Wladimir darf auf eine einzigartige Karriere zurückblicken. Er dominierte über ein Jahrzehnt das Schwergewicht, boxte in ausverkauften Hallen und Stadien im In- und Ausland und Millionen Fans weltweit verfolgten seine Kämpfe im TV." Es sei ihm eine Ehre gewesen, "Wladimir auf diesem einmaligen Weg begleiten zu dürfen".

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