Boxen: Wladimir Klitschko fällt Entscheidung über möglichen Rückkampf mit Anthony Joshua "bis Mitte Juni"

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1. Juni 2017 - 15:57 Uhr

Seit der epischen WM-Schlacht um den Schwergewichts-Titel zwischen Wladimir Klitschko und Anthony Joshua Ende April in London treibt die Box-Fans in aller Welt nur eine Frage um: Zieht der unterlegene Altmeister eine vertraglich festgelegte Option für einen Rückkampf gegen den britischen Superstar – oder beendet 'Dr. Steelhammer' seine Karriere? Laut Klitschko-Manager Bernd Bönte dauert es nicht mehr allzu lange, bis der 41-Jährige seine Zukunftspläne offenbart.

Bönte: Kein Boxkampf ist größer

"Wladimir wird bis Mitte Juni entscheiden, was sein nächster Schritt ist", sagte Bönte dem Fachmagazin 'Boxsport' und unterstrich erneut die Strahlkraft einer möglichen Revanche: "Fakt jedenfalls ist: Es gibt keinen anderen Boxkampf, der auf der ganzen Welt ein größeres Interesse hervorrufen würde als ein Rematch der beiden."

Bönte kann sich gar eine Trilogie des Generationen-Duells vorstellen. "Als wir das Stadion in London verließen, war uns allen klar, dass wir einen der besten Schwergewichts-Kämpfe überhaupt gesehen hatten. Das erinnerte mich an die Rivalität zwischen Bowe und Holyfield, die (zwischen 1992 und 1995, die Red.) drei Duelle hatten. Warum also nicht?", sagte der 61-Jährige den 'Boxing News'.

Die Highlights des WM-Fights Joshua vs. Klitschko am 29. April

Joshua-Promoter Hearn bittet IBF um Ausnahmeregelung

Das Lager von WBA/IBF-Weltmeister Joshua bemüht sich bereits, die Weichen für einen Rückkampf mit dem langjährigen Schwergewichts-Dominator zu stellen. IBF-Präsident Darryl Peoples bestätigte 'WordBoxingNews.net', dass Joshua-Promoter Eddie Hearn den Weltverband um eine Ausnahmeregelung für seinen Schützling gebeten habe.

Hintergrund: Laut IBF-Statuten muss Joshua seinen Titel als nächstes gegen Pflichtherausforderer Kubrat Pulev verteidigen. Zöge 'AJ' den finanziell weit lukrativeren Rückkampf gegen Klitschko vor, könnte ihm der Verband den rot-goldenen Gürtel aberkennen.

Peoples sagte, die IBF prüfe die Bitte Hearns und warte auf eine Stellungnahme des Sauerland-Stalls, wo der Bulgare Pulev – den Klitschko 2014 durch K.o. besiegt hatte – unter Vertrag steht. Aufgrund der engen geschäftlichen Beziehungen zwischen Hearns 'Matchroom Promotions' und Pulev-Promoter Kalle Sauerland wäre ein Deal, bei dem Pulev auf sein unmittelbares Herausforderer-Recht verzichtet, durchaus vorstellbar.