"Gypsy King" haut auf die Pauke

"T-Rex" Fury tönt: Joshua kann nicht gewinnen

Tyson Fury hält sich für unbesiegbar
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01. Februar 2021 - 16:42 Uhr

Fury: "Bin unzerstörbar"

Während Manager und Promoter im Hintergrund den Mega-Fight zwischen Tyson Fury und Anthony Joshua eintüten, haut der "Gypsy King" schon mal in gewohnter Manier auf die Pauke. "Ich habe ein größeres Herz, bin härter, mental wie physisch stärker. Ich schlage härter, alles spricht für mich. Wenn ich auf ihn zurolle, kann er das nicht händeln. Es ist, wie mit einem T-Rex zu ringen. Er kann nicht gewinnen. Ich bin unzerstörbar", tönte Fury im Gespräch mit dem Box-Autor Gareth Davies.

Tyson warnt Joshua vor Telegrafen-Schlägen

Er sei unschlagbar, "wenn ich verletzungsfrei und aktiv bin", so Fury weiter. Seinen "Game Plan" für das Duell mit Joshua legte der Brite auch gleich offen. "Ich werde gegen ihn kämpfen wie gegen Deontay Wilder. Sie sagten, ich würde boxen und ausweichen und was habe ich getan? Bin direkt auf ihn los, habe ihn bombardiert, bis er gestoppt wurde", erinnerte Fury an seine 7-Runden-Demontage des Amerikaners im Februar 2020.

Auch Box-Legende Mike Tyson warnte Joshua in einem BBC-Interview vor Fury. Der Kampf der britischen Schwergewichts-Champions sei "sehr interessant", so "Iron Mike". "Joshua ist ein meisterhafter Puncher, aber man sieht seine Schläge kommen, er telegrafiert seine Schläge. Und das ist ein Rezept, das ins Desaster führt: Gegen Tyson Fury kämpfen und seine Schläge telegrafieren – gegen einen Typ, der 2,06 Meter groß ist."

World Heavyweight boxing champion Britain's Anthony Joshua lands a blow on challenger Bulgaria's Kubrat Pulev during their Heavyweight title fight at Wembley Arena in London Saturday, Dec. 12, 2020. (Andrew Couldridge/Pool via AP)
Anthony Joshua holt bei seinen Schlägen nach Ansicht von Mike Tyson zu weit aus
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Mayweather-Dimensionen

Fury und Joshua sollen 2021 zweimal aufeinandertreffen. Promoter Eddie Hearn hatte erst kürzlich mitgeteilt, dass sich beide Seiten einig seien, die Verträge müssten nur noch zu Papier gebracht werden.

Offen ist noch, wo der für Sommer angedachte erste Kampf stattfindet. Als Favorit gilt der Nahe Osten. Teil 2 soll nach Hearns Willen dann im Herbst in Großbritannien stattfinden.

Fury vs. Joshua ist einer der größten Kämpfe der jüngeren Boxgeschichte. Hearn und viele Kenner gehen davon aus, dass die Schwergewichte finanziell in "Floyd-Mayweather-Dimensionen" vorstoßen. Rund eine halbe Milliarde Euro könnte in den großen Geldtopf fließen.

Sportlich stünden bei dem Gefecht alle Titel auf dem Spiel, die im Boxen etwas zählen: Joshua ist WBA/WBO/IBF-Champion, Fury trägt den WBC-Titel, den prestigeträchtigen Gürtel der Box-Bibel "The Ring" und genießt seit seinem Sieg über Wladimir Klitschko 2015 den Status als "linearer Weltmeister".