Trainer warf das Handtuch

Boxer nach Kampf ins künstliche Koma versetzt

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22. Juli 2019 - 12:18 Uhr

Box-Drama um Maxim Dadashev

Ein Boxkampf mit dramatischen Folgen: Der russische Superleichtgewichtler (bis 63,5 kg) Maxim Dadashev ist nach seinem Kampf gegen Subriel Matias (Puerto Rico) in Washington D.C. ins künstliche Koma versetzt worden.

319 Schläge gegen den Körper

Was war passiert?

Gegner Matias teilte gegen den 28-Jährigen kräftig aus – vor allem in Runde 10 und 11. 319 Schläge kassierte Dadashev während des kompletten Kampfes. Doch er blieb stehen und weigerte sich, aufzugeben. Trainer Buddy McGirt spürte instinktiv, dass er eingreifen muss und warf das Handtuch für seinen Schützling - Niederlage durch Technischen K.o.

Dadashev blieb erst noch in seiner Ecke sitzen, dann übergab er sich erst ins Handtuch, anschließend in einen roten Eimer, sackte zusammen.

Schädeldecke geöffnet

Sanitäter brachten den Russen umgehend in ein Krankenhaus – dort wurde er zwei Stunden lang notoperiert. Diagnose: Hirnschwellung. Die Ärzte mussten die Schädeldecke öffnen, um die Schwellung zu lindern. Anschließend versetzten sie ihn in eine künstliches Koma.

"Er ist in einem kritischen Zustand, doch der Doktor hat mir gesagt, dass er stabil ist", sagte Dadaschews Kraft- und Konditionstrainer Donatas Janusevicius dem US-Sender ESPN. Ob der Boxer langfristige Schäden davonträgt, war zunächst noch unklar.