Boxen: Marco Huck kassiert deutliche Niederlage gegen Mairis Briedis und verpasst WBC-Krone

Marco Huck hat den Sprung auf den Cruisergewichts-Thron des WBC verpasst und auch seinen IBO-Gürtel in der Klasse bis 90,72 Kilogramm verloren. Der Deutsche unterlag in der Dortmunder Westfalenhalle dem Letten Mairis Briedis einstimmig nach Punkten. 

Briedis' Linke zieht Huck den Zahn

Huck fand gegen den agilen und variabel boxenden Mann aus Riga nie in den Kampf und kassierte im 45. Profikampf die vierte Niederlage. Briedis, der nach dem Triumph auf Zahltage gegen die anderen Cruisergewichts-Champions hoffen darf, blieb auch im 22. Duell als Preisboxer ungeschlagen. 

"Ich war sehr gut vorbereitet. Vielleicht war der Druck zu groß. Der Gegner war aber auch sehr stark, da kann man nur gratulieren. Ich habe während des Kampfes die ganze Zeit mit mir gearbeitet. Aber ich konnte meine Aktionen nicht so durchführen. Das ist Sport", sagte der entthronte IBO-Weltmeister und kündigte eine Revanche an: "Ich kämpfe weiter, ich bin ein Krieger, ich hole mir den Titel wieder." 

Huck wird dann aber eine wesentlich stärkere Leistung abliefern müssen als in Dortmund. Denn nach einer ausgeglichenen Eröffnungsrunde hatte Briedis das Gefecht in der Westfalenhalle mit seiner linken Führhand streckenweise nach Belieben diktiert. Immer wieder stach der 32-Jährige seinen Jab durch die Deckung des IBO-Titelverteidigers.

Hucks Schlagsalven bleiben aus

Briedis' Schlachtplan ging voll auf: Huck wirkte verunsichert, auf die die gefürchteten Schlagsalven des 32-Jährigen warteten die 7.000 Zuschauer in Dortmund vergeblich. Stattdessen balancierte Briedis leichtfüßig durch den Ring und landetete auch mit der Schlaghand die deutlich klareren Treffer. Spätestens nach Runde 10, in der Huck mehreren harte rechte Hände kassierte, war klar: Nur ein K.o. würde den Deutschen noch retten.

Huck agierte allerdings auch in den 'Championship Rounds' 11 und 12 zu passiv und musste erneut harte Treffer schlucken. "Unsere Taktik war, dass wir Druck machen, denn im Rückwärtsgang hat Briedis Probleme. Aber das hat leider nicht hingehauen", analysierte Hucks Coach Oktay Urkal. Seinem Schützling habe die Frische gefehlt. "Marco war sehr zurückhaltend, das hat mich verwundert", sagte Urkal enttäuscht. 

Briedis brachte seinen Auswärtssieg locker ins Ziel. Nach 12 Runden werteten alle drei Punktrichter eindeutig zugunsten des neuen WBC- und IBO-Weltmeisters (116:111, 117:110, 118:109). 

"Natürlich hatten wir einen K.o. geplant, aber Marco ist ein sehr schwerer Gegner, so mussten wir über 12 Runden gehen", resümierte Briedis: "Letztlich hat das bessere Auge den Kampf gewonnen."

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