22. Mai 2019 - 9:28 Uhr

"Alles aus mir herausgekommen"

Seinen durchgeknallten Mordphantasien im Vorfeld ließ Deontay Wilder 'nur' einen Knalleffekt folgen. Der hatte es aber in sich. Im Schwergewichts-WM-Fight in Brooklyn schickte der Champions seinen verhassten Widersacher und US-Landsmann Dominic Breazeale mit einer krachenden Rechten schon in der ersten Runde in den Ring-Staub und verteidigte seinen WBC-Gürtel.

"Das ist es, was Boxen so großartig macht"

Nach 2:17 Minuten war der ungleiche Kampf beendet. "Heute ist alles aus mir herausgekommen, nachdem es eine Menge Feindseligkeiten gegeben hatte und viele Worte gefallen sind. Das ist es, was Boxen so großartig macht", sagte Wilder, der vor dem  Kampf erneut mit vermeintlichen Mordgedanken irritiert hatte. "Breazeales Leben steht in diesem Kampf auf dem Spiel, ich meine das  wirklich so", hatte Wilder gesagt: "Ich versuche immer noch, eine Leiche in meinen Kampfrekord zu kriegen."

Wilder heiß auf Joshua und Fury

Der 33 Jahre alte Wilder blieb damit auch im 42. Profikampf ungeschlagen, 41 Siegen (40 durch K.o.) steht nur ein Unentschieden gegen den Briten Tyson Fury im Dezember 2018 gegenüber. Wilder war gegen Breazeale angetreten, nachdem Verhandlungen über ein Rematch gegen Fury vorerst gescheitert waren.

Wilder versprach nach dem Sieg über Breazeale, dass es zu den 'Big Fights' gegen die Briten Anthony Joshua (Weltmeister der IBF, WBO und WBA) und Fury kommen werde, er wisse nur noch nicht, wann. Joshua boxt am 1. Juni in New York gegen Andy Ruiz Jr. (USA), Klitschko-Bezwinger Fury trifft am 15. Juni in Las Vegas auf den Magdeburger Tom Schwarz