Duell um die unumstrittene Krone

Joshua verspricht: Kampf gegen Fury wird passieren

Anthony Joshua verteidigte seine Schwergewichts-Titel zuletzt am 12. Dezember gegen Kubrat Pulev
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28. Dezember 2020 - 23:12 Uhr

"Substanzielles" Angebot an Fury

Anthony Joshua verspricht, dass der erhoffte Superkampf gegen seinen britischen Rivalen Tyson Fury kein bloßer Traum der Boxfans bleibt. "Wie nahe ist der Fury-Fight? Ich verspreche euch, es wird passieren", schrieb der Schwergewichts-Champion in einer Kolumne für das altehrwürdige Magazin "Boxing News".

Fans sollen auf Joshuas Verkündung warten

"Aber glaubt nicht alles, solange ihr es nicht von mir hört. Ich meine es ernst mit dem Kampf, wenn ich ihn also verkünde, werdet ihr wissen, dass es wahr ist", so Joshua.

Der Engländer hatte vor zweieinhalb Wochen seine WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF durch einen K.o.-Sieg gegen den Bulgaren Kubrat Pulev verteidigt.

Kurz darauf meldete sich Fury in gewohnt marktschreierischer Manier zu Wort und tönte, Joshua innerhalb von drei Runden auszuknocken. Im britischen Frühstücks-Fernsehen legte der 2,06-Meter-Riese nach und forderte seinen Rivalen zum Kampf.

Einnahmen werden 50:50 geteilt

Joshua kündigte jetzt an, er werde Fury ein "substanzielles" Angebot machen. "Das Geld wird genau in der Mitte geteilt." Heißt: 50 Prozent des großen Geldkuchens aus TV-Einnahmen, Ticket-Verkauf und Sponsoring bekommt "AJ", die andere Hälfte der "Gypsy King".

Bei Joshua vs. Fury würden die Titel aller anerkannten Boxverbände (WBA, WBC, IBF, WBO) auf dem Spiel stehen, zudem der prestigeträchtige Gürtel der Box-Bibel "The Ring".

Allerdings könnte die WBO dem Duell um die "unumstrittene" Weltmeisterschaft ihren Segen verweigern. Laut den Regeln des Verbandes müsste Joshua den WBO-Titel als nächstes gegen den früheren Cruisergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk verteidigen.

In seinem Beitrag für "Boxing News" deutete Joshua allerdings zum wiederholten Mal an, zur Not einen seiner Gürtel niederzulegen, um das Duell mit Fury zu realisieren. "Es wäre speziell, wenn es um alle Titel gehen würde, aber ich fühle, dass mich die Öffentlichkeit einfach gegen Tyson Fury kämpfen sehen will", schrieb "AJ".

Damit liegt er zweifelsohne richtig. Und um die unumstrittene Weltmeisterschaft ginge es sowieso – auch ohne Drei-Buchstaben-Organisationen.