23. September 2018 - 10:14 Uhr

Joshua bleibt Meister aller Klassen

Box-Weltmeister Anthony Joshua hat seinen Titel gegen Herausforderer Alexander Powetkin eindrucksvoll verteidigt. Der 28-jährige Brite schlug den Herausforder aus Russland in der 7. Runde K.o.,

Joshuas Taktik aufgegangen

Schwergewichtsboxer Anthony Joshua bleibt Weltmeister der Verbände WBO, WBA und IBF. Der 28 Jahre alte Brite verteidigte seine drei Gürtel vor 80.000 Zuschauern im Londoner Wembley-Stadion durch einen K.o.-Sieg nach 1:59 Minuten der 7. Runde gegen seinen elf Jahre älteren Pflichtherausforderer Alexander Powetkin aus Russland.

"Alexander Powetkin war ein harter Gegner, aber meine Taktik ist aufgegangen. Ich wusste, er ist stark im Kopf, aber vom Körper her schwach", sagte Anthony Joshua nach dem Urteil: "Jetzt will ich Deontay Wilder. Wir haben genug geredet, die Leute wollen den Kampf sehen."

Joshua hatte zuletzt vor eineinhalb Jahren im Wembley-Stadion geboxt und dort Wladimir Klitschko bezwungen. Auch im Duell zweier Olympiasieger gegen Powetkin musste der 1,98 m große Brite allerdings harten Widerstand brechen. Powetkin agierte von Beginn an mutig, setzte zunächst die besseren Treffer und bestimmte in den ersten Runden den Kampf. Erst ab Runde 6 kam der Titelverteidiger besser in den Fight.

Joshuas Weste bleibt weiß

22.09.2018, Großbritannien, London: Boxen: Profis - WBA-Super, WBO-, IBF-WM Joshua (Großbritannien) - Powetkin (Russland) im Wembley-Stadion. Anthony Joshua (l) steht im Ring, während Alexander Powetkin zu Boden geht. Foto: Nick Potts/PA Wire/dpa +++
Ende, Aus, Applaus
© dpa, Nick Potts, pat

Am Ende standen für Joshua der 22. Sieg im 22. Profikampf und der 21. K.o. Der ehemalige Dopingsünder Powetkin kassierte in seinem 36. Fight die zweite Pleite nach der Niederlage im Oktober 2013 gegen Wladimir Klitschko. Erstmals wurde er vorzeitig bezwungen.

Joshua sollte ursprünglich in diesem Jahr gegen den ebenfalls noch unbesiegten WBC-Champion Deontay Wilder (USA) in den Ring steigen, doch die Verhandlungen zogen sich in die Länge. Daraufhin stellte die WBA Joshua ein Ultimatum für einen Kampf gegen Powetkin. Wilder wird womöglich am 1. Dezember in den USA gegen den Briten Tyson Fury boxen.