Voll auf die Zwölf

Joshua am 12. Dezember in London gegen Pulev

Anthony Joshua and Kubrat Pulev Press Conference
© Action Images via Reuters, ANDREW COULDRIDGE, gb

02. September 2020 - 14:17 Uhr

Joshua vs. Pulev soll in O2 Arena stattfinden

Voll auf die Zwölf! Schwergewichts-Weltmeister Anthony Joshua verteidigt seine WM-Gürtel der Verbände WBA, WBO und IBF aller Voraussicht nach am 12. Dezember gegen Kubrat Pulev (Bulgarien). Schauplatz soll die O2 Arena in London sein, wie Joshuas Promoter Eddie Hearn dem Fachportal "Boxingscene" mitteilte. "Der 12. Dezember in der O2 Arena ist der Plan für AJ", sagte der Engländer.

Verteilung des kleineren Kuchens muss noch geregelt werden

Der Kampf hätte eigentlich schon am 20. Juni im Fußball-Stadion von Tottenham Hotspur vor 70.000 Fans stattfinden sollen, wurde wegen der Corona-Pandemie aber verschoben.

"Wir müssen noch an ein paar Sachen im Vertrag feilen, aber wir sind optimistisch, dass wir die Sache diese Woche abschließen", sagte Pulevs Co-Promoter John Wirt.

Worum es beim Feilen geht? Welche Überraschung, ums Geld! Denn: 70.000 Zuschauer wird es im Dezember nicht geben, folglich ist der finanzielle Kuchen, der beim Ticket-Erlös verteilt wird, kleiner.

Box-Event: Hearn hofft auf 25 Prozent Fans

Hearn hofft, dass der WM-Fight im Winter kein Geisterkampf vor leeren Rängen wird. Laut des Promoters arbeiten die Behörden in Großbritannien daran, ab Oktober wieder Sportevents mit einer Zuschauerauslastung von 25 Prozent – im Verhältnis zum Fassungsvermögen der jeweiligen Arena – zuzulassen.

Tyson Fury fordert: "Lasst euch ein paar Eier wachsen"

GER, WBC WM, Wladimir Klitschko vs. Kubrat Pulev 15.11.2010, o2 World, Hamburg, GER, Weltmeisterschaft Schwergewicht, Wladimir Klitschko (GER) vs Kubrat Pulev (BUL), im Bild Wladimir Klitschko boxt mit Kubrat Pulevger WBC World Cup Wladimir Klitschko
Kubrat Pulev verlor in seiner Karriere bisher nur einmal - gegen Wladimir Klitschko dafür aber so richtig
© imago/nph, imago sportfotodienst

Geht bei den Joshua-Pulev-Verhandlungen alles glatt, ist ein Superfight zwischen "AJ" und WBC-Champion Tyson Fury für 2020 vom Tisch. Fury hatte Joshua und Hearn am Wochenende noch gewohnt wortgewaltig aufgefordert, sich "ein paar Eier wachsen" zu lassen, um den Kampf schon dieses Jahr zu realisieren.

Vor Monaten hatten sich Joshua und Fury schon auf die finanziellen Rahmendaten für zwei Kämpfe im Jahr 2021 geeinigt.

Fury muss allerdings – wie Joshua – noch einen Herausforderer aus dem Weg räumen. Wahrscheinlich trifft der "Gypsy King" am 19. Dezember zum dritten Mal auf den Amerikaner Deontay Wilder, den er im Februar in sieben Runden demoliert und als WBC-Weltmeister entthront hatte.

Joshuas Aufgabe dürfte wesentlich einfacher sein, auch wenn Pulevs letzte Niederlage schon sechs Jahre zurückliegt: Im November 2014 ging die "Kobra" in Hamburg gegen Wladimir Klitschko k.o.