Fotograf dokumentiert Grausamkeit

Wilderer töten Elefanten und trennen Rüssel und Stoßzähne ab

19. Juli 2019 - 13:20 Uhr

Botsuana hat die Elefantenjagd wieder erlaubt

Wann hört das endlich auf?! Wilderer haben in Botsuana schon wieder einen Elefanten getötet, seinen Rüssel abgeschnitten und seine Stoßzähne entfernt. Das Bild, das sich dem Dokumentarfilmer Justin Sullivan (28) bot, war an Grausamkeit kaum zu überbieten. Im Video zeigen wir das Foto des toten Elefanten, welches eines ganz deutlich symbolisiert: Die Konsequenz einer politischen Entscheidung. Die Elefantenjagd ist in Botsuana seit diesem Jahr nämlich wieder offiziell erlaubt.

Täglich töten Wilderer 100 Elefanten in Afrika

Erst 2014 hatte Ian Khama, der damalige Präsident von Botsuana, die Elefantenjagd in dem afrikanischen Land verboten. Damas war die Freude bei Tierschützern groß. Doch sein Nachfolger machte die Entscheidung dieses Jahr wieder rückgängig - Mokgweetsi Masis hält die Elefantenpopulation mit angeblich über 250.000 für zu groß. Dass Tierschutzorganisationen diese aber auf nur 135.000 Tiere schätzen, ist für ihn irrelevant. Offizielle Begründung des Umweltministeriums: Die Elefanten würden Bauern die Ernte zerstören, indem sie diese fressen. Die Stimmen der Bauern hat er bei der nächsten Wahl vermutlich sicher.

Eine Entscheidung mit fatalen Folgen, wie man sieht. Denn jeden Tag sterben bereits 100 Elefanten in Afrika durch Wilderer, die jetzt zusätzlich durch Botsuana ziehen und töten, um mit Elfenbein Geld zu verdienen. Wie elendig die Tiere dabei verbluten, hält man kaum aus. Immerhin wurde das Foto namens "Disconnected" (Deutsch: Abgetrennt) jetzt für den renommieren "Andrei Stenin International Press" -Fotowettbewerb nominiert worden und kann zumindest auf der Diskussionsebene etwas bewegen. Der Sieger wird im September verkündet.