330 tote Tiere im Okavango-Delta gefunden

Mysteriöses Elefantensterben in Botswana endlich aufgeklärt

Warum sterben in Botsuana so viele Elefanten?
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22. September 2020 - 9:47 Uhr

Wilderei als Todesursache ausgeschlossen

In den vergangenen Monaten wurden insgesamt 330 tote Elefanten im Okavango-Delta in Botswana gefunden. Wilderei wurde als Todesursache früh ausgeschlossen, da die Kadaver mit intakten Stoßzähnen gefunden wurden. Doch der Grund für das Massensterben der Dickhäuter blieb lange ein Mysterium. Nun haben die Behörden in Botsuana haben die wahrscheinliche Ursache ausgemacht.

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Blutproben verendeter Tiere enthüllten die Ursache

Die Behörden in Botswana haben Cyanobakterien als wahrscheinliche Ursache für das Massensterben von Elefanten im Land ausgemacht. Labortests mit Blutproben verendeter Tiere sowie Erd- und Wasserproben hätten ergeben, dass diese Gifte bildenden Mikroorganismen die Tiere im Okavango-Delta im Nordwesten des Landes töteten, sagte Mamadi Reuben, der leitende Veterinärbeamte der Wildpark-Behörde, am Montag.

Manche Arten von Cyanobakterien, auch Blaualgen genannt, bilden potenziell tödliche Giftstoffe. Das kann zum Beispiel Folgen für Tiere beim Trinken aus Gewässern haben, wenn sich die Mikroben dort bei Algenblüten massenhaft vermehren. Noch sei unklar, warum offenbar keine andere Spezies betroffen sei, sagte Reuben.

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Tote Elefanten auch in Simbabwe gefunden

Das Okavango-Delta ist weltweit wegen der spektakulären Landschaften und reichen Tierwelt berühmt. Botsuana im südlichen Afrika hat bisher auf dem Kontinent einen guten Ruf in Sachen Natur- und Tierschutz, löste im Vorjahr aber wegen der Aufhebung des Elefantenjagdverbots Empörung aus. Im Nachbarland Simbabwe wurden jüngst auch mindestens 22 Elefanten tot aufgefunden. Dort ist die Todesursache noch nicht geklärt.

Quelle: DPA/RTL