Boston-Attentäter zeigt den Mittelfinger

Dzhokhar Tsarnaev zeigt den Mittelfinger vor einer Überwachungskamera in seiner Zelle
Der schuldig gesprochene Boston-Attentäter Dzhokhar Tsarnaev riskiert mit einer rüden Geste möglicherweise die Todesstrafe.
dpa, Hando

„Unbekümmert, reuelos und unverändert“

Der Boston-Marathon-Attentäter riskiert mit einer rüden Geste möglicherweise die Todesstrafe. Nachdem der Dzhokhar Tsarnaev vor zwei Wochen schuldig gesprochen wurde, berät das Gericht in Boston nun über das Strafmaß für den 21-Jährigen. Die Staatsanwältin, die die Todesstrafe für den Angeklagten fordert, hat den Richtern ein Foto präsentiert, auf dem Tsarnaev in seiner Zelle den Mittelfinger einer Überwachungskamera entgegenstreckt. Das berichtet "The Boston Globe".

Die Aufnahme sei drei Monate nach seiner Verhaftung entstanden. Mit dem Foto wollte die Staatsanwältin ihr Argument, der Angeklagte sei nach dem Terroranschlag „unbekümmert, reuelos und unverändert“. Freunde des Angeklagten bezweifeln laut der Zeitung, dass Tsarnaev die Geste so gemeint habe. Der Angeklagte hatte gemeinsam mit seinem älteren Bruder Tamerlan im April 2013 in der Nähe des Zieleinlaufs einen Bombenanschlag verübt. Dabei wurden drei Menschen getötet und über 260 verletzt.