Fernduell gegen Bayer Leverkusen am letzten Spieltag

Borussia Mönchengladbach löst Ticket für die Champions League

Gladbach
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27. Juni 2020 - 17:33 Uhr

Dank Heimsieg in die Königsklasse

Borussia Mönchengladbach darf feiern: Die "Fohlen" haben mit einem 2:1 (1:0) gegen Hertha BSC am letzten Spieltag die Teilnahme an der Champions League gesichert. Auch Konkurrent Bayer Leverkusen siegte zwar mit 1:0 (1:0) gegen Mainz 05, hatte aufgrund der Ausgangslage aber keine Chance mehr auf die Königsklasse.

Furioses rheinisches Fernduell

Für Borussia Mönchengladbach und Bayer Leverkusen ging es am letzten Spieltag noch um das große Ziel Champions League. Mit zwei Punkten Vorsprung starteten die "Fohlen" in das Fernduell. Leverkusen musste also auf einen eigenen Sieg gegen Mainz 05 und einen Patzer der Borussia gegen Hertha BSC hoffen.

Die Leverkusener legten mit Vollgas los – nach gerade mal zwei Minuten netzte Kevin Volland zur 1:0-Führung ein und erhöhte den Druck auf die Konkurrenz aus Gladbach. Doch die Antwort der Borussia folgte nur fünf Minuten später. In einer starken Einzelaktion setzte sich Breel Embolo alleine gegen drei Berliner durch und legte für Jonas Hofmann auf, der nur noch einschieben musste.

Die Gladbacher machten in der Folge in der ersten Halbzeit das Spiel, von den Gästen aus Berliner war nur wenig bis gar nichts zu sehen. Nicht ein einziger Torschuss ging auf den Kasten von Gladbach-Keeper Yann Sommer.

Auch der rheinische Rivale Leverkusen gab in seinem Spiel den Ton an, bestimmte das Geschehen nach Belieben – Mainz lauerte stellenweise zwar gefährlich, aber erfolglos auf Konter. In der 34. Minute dann kurzer Jubel für die Hausherren: Amiri machte das 2:0, doch Volland stand im Abseits. Mit 1:0 ging es in beiden Partien in die Halbzeit.

Leverkusener Sieg reicht nicht für die Königsklasse

Auch nach dem Seitenwechsel ging es in beiden Spielen ähnlich weiter wie in der ersten Hälfte: Die Champions-League-Kandidaten weiter am Drücker, vor allem Leverkusen hatte das 2:0 gleich mehrfach auf dem Fuß. Weisers Abschluss landete allerdings nur am Pfosten (47. Minute), Baileys Schuss aus dem Sechzehner donnerte knapp am Kasten vorbei (50. Minute). In der 67. Minute dann der ersehnte Leverkusener Treffer – doch das Tor von Baumgartlinger zählte nicht. Ein Foul an St. Juste im Vorfeld des Treffers wurde von Schiedsrichter Benjamin Cortus nach Video-Beweis geahndet. Leverkusen bis zum Schlusspfiff zwar weiter aktiver, aber glücklos, was einen weiteren Treffer und die Champions-League-Träume anging.

Denn auch Gladbach ließ sich die Führung nicht mehr nehmen. Immerhin: In der 55. Minute der erste Torschuss der Berliner. Maier entdeckte Leckie rechts im Strafraum, der Australier zog aus gut neun Metern ab – der Schuss fegte jedoch knapp über das Gebälk des Gladbacher Tors. Danach war wieder wenig von der Hertha zu sehen, während es die Fohlen lange verpassten, den Deckel drauf zu machen. In der 78. Minute dann die Erlösung durch Embolo: Nach einer Ecke bediente Hofmann den Torjäger, der den Ball am zweiten Pfosten nur noch in den Kasten drücken musste. Der Anschlusstreffer der Gäste durch Ibisevic (90. Minute) richtete keinen Schaden mehr an – Gladbach darf für die Königsklasse planen!