Er gab Krebspatient eine zweite Chance

Mit Stammzellenspende: BVB-Star wird zum Lebensretter

Marwin Hitz
Marwin Hitz
© Imago Sportfotodienst

26. April 2021 - 10:34 Uhr

DKMS postete Foto vom Bundesliga-Keeper

Mit Borussia Dortmund kämpft Keeper Marwin Hitz aktuell in der Bundesliga um das so heiß ersehnte Ticket für die Champions League, außerdem steht das Halbfinale im DFB-Pokal (Samstag, 20:30 Uhr im RTL-Liveticker) an. Doch heimlich, still und leise unterstützt der Schweizer noch einen viel wichtigeren Kampf: Über die Deutsche Knochenmarkspenderdatei (DKMS) wurde der 33-Jährige zum Lebensretter. Einem an Blutkrebs erkrankten Patienten gab er durch seine Stammzellenspende eine zweite Chance.

Marwin Hitz: DKMS verriet Spende via Instagram

Kurz bevor Hitz am Samstag im so wichtigen Spiel gegen den VfL Wolfsburg (2:0) auf dem Platz stand und seiner Mannschaft den Rücken frei hielt, postete die DKMS das Beweisfoto und schrieb dazu: "Vor ein paar Wochen hat sich der Dortmunder Torwart Marwin Hitz für eine ihm völlig fremde Person auf den Apheresestuhl begeben und eine zweite Chance auf Leben geschenkt."

Hitz wurde offenbar kein Knochenmark entnommen – das hätte ihn für mehrere Tage aus dem Trainingsbetrieb genommen. Er spendete stattdessen über eine Art "Blutwäsche" die nötigen Stammzellen. Je nach Bedarf des Patienten wird über das Spendeverfahren entschieden.

Weiter heißt im Post: "Somit spielt der Schweizer nicht nur in einem von Deutschlands größten Fußballclubs, viel wichtiger: Er ist Teil vom #ClubdesLebens!"

Marwin Hitz
Marwin Hitz im Spiel gegen den VfL Wolfsburg.
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Hitz: "War für mich selbstverständlich"

Laut DKMS ist Hitz schon seit Jahren als möglicher Spender in der Kartei. "Ich habe selbst eine Familie, ich habe Kinder. Wenn ich mir vorstelle, dass jemand von ihnen an Blutkrebs erkranken würde, wäre ich unglaublich dankbar für jeden geeigneten Spender", so Hitz. "Vor diesem Hintergrund war es für mich selbstverständlich, mich bei der DKMS typisieren zu lassen und auch zu helfen, als man mir irgendwann mitgeteilt hat, dass ich möglicherweise der geeignete Spender für eine an Blutkrebs erkrankte Person sei."

Sorgen hätte man sich um ihn nicht machen müssen, man hätte sich "rührend" um ihn als Spender gekümmert. Der BVB-Star will damit auch anderen potenziellen Spendern die Zweifel nehmen: "Niemand muss in Sorge sein oder Angst haben. Die gesamte Prozedur ist schmerzfrei und ehrlich gesagt nicht der Rede wert."

Auf dem Platz hat in den vergangenen Wochen jedenfalls niemand gemerkt, dass Hitz einen kurzen Krankenhausaufenthalt hatte. Der Schweizer ist weiterhin die Nummer eins, hat seinen Landsmann Roman Bürki aus dem BVB-Kasten verdrängt. Und irgendwo auf der Welt hat er – ohne dass die beiden davon wissen – ganz sicher einen Fan dazugewonnen.

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