Neuer Vertrag mit Puma

Borussia Dortmund: Ausrüster-Deal über 250 Millionen Euro reicht nicht für die Weltspitze

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21. November 2019 - 13:00 Uhr

BVB mit neuem Trikot-Deal

250 Millionen Euro bekommt Borussia Dortmund zukünftig von Trikot-Ausrüster Puma - dreimal so viel wie vorher. Bis 2028 sollen jedes Jahr rund 30 Millionen Euro fließen. Die BVB-Fans feiern - doch so gigantisch die Summe klingt: Es ist nicht genug, um international mitzuhalten.

Gegen Bayern und Barca keine Chance

Für normale Fußballfans ist die Summe unerreichbar - im Fußballalltag jedoch gang und gäbe. 250 Millionen, das klingt zwar viel, doch gegen die nationale und internationale Konkurrenz läuft Dortmund weiter hinterher. Dauerkonkurrent Bayern München bekommt mit 60 Millionen Euro pro Jahr doppelt so viel - von Adidas. Auch international ist die Lücke riesig. Der FC Liverpool kassiert beispielsweise mit seinem neuen Nike-Deal 35 Millionen Euro pro Jahr, hinzu kommen weitere 20% Merchandising-Einnahmen. Am FC Barcelona führt jedoch nichts vorbei: Ausrüster Nike überweist jährlich 150 Millionen Euro an die Katalanen.

Keine großen Stars möglich

Der Geldsegen kommt dem BVB auf jeden Fall gelegen - doch große Topstars sind weiterhin nicht drin. Selbst wenn die Schwarz-Gelben die Puma-Gelder bis 2028 sparen und die 250 Millionen Euro auf einmal ausgeben würden, wären die ganz großen Stars bezahlbar.

Frankreichs Nationalspieler Kylian Mbappé, Superstar Neymar oder Liverpool-Stürmer Mohamed Salah kosten aktuell zwischen 150 und 200 Millionen Euro. Wohlgemerkt: Im Moment! Die Preise werdend wohl weiter steigen. Das zeigt auch das angebliche Rekordangebot von Real Madrid. Laut Medienberichten sollen die Spanier 400 Millionen Euro für den französischen Nationalspieler Kylian Mbappé geboten haben. Eine neue Bestmarke, mit der der BVB nicht mithalten kann.

Viel Geld für einen Star ist nicht die BVB-Philosophie

VIel Geld nur für einen großen Star auszugeben - nicht die Transferpolitik der Dortmunder. Seit Jahren sind sie bekannt dafür, in junge Talente zu investieren. Auch die aktuellen Transfergerüchte passen da schon besser: Mit Nationalspieler Emre Can, RB-Salzburg-Juwel Erling Haarland und Altmeister Oliver Giroud sollen keine absoluten Top-Stars auf der Liste des BVBs stehen. Der große Sponsoren-Deal dürfte die BVB-Bosse aber trotzdem freuen.