Er soll ein Vermögen in Millionenhöhe verheimlicht haben

Boris Becker wegen Insolvenz vor Gericht: Muss die Tennis-Legende ins Gefängnis?

23. Oktober 2020 - 10:59 Uhr

Boris Becker werden Verstöße gegen die Insolvenzauflagen vorgeworfen

Der 22. Oktober war ein Schicksalstag für Boris Becker. Der 52-Jährige musste am Vormittag zur Anhörung vor einem Londoner Gericht erscheinen. Ihm werden Verstöße gegen die Insolvenzauflagen vorgeworfen. Dem ehemaligen Tennisstar könnte sogar Gefängnis drohen. Wie Boris Beckers Anwalt die Lage einschätzt und warum die Richterin in Boris' Fall als "gnadenlos" gilt, zeigen wir oben im Video. RTL war mit einer Reporterin in London vor Ort, als es für Becker um alles oder nichts ging. Wir verraten hier, auf was er letzendlich plädiert hat und wie es jetzt weitergeht.

Hier den Livestream noch einmal gucken

Boris Becker plädiert auf "nicht schuldig"

Boris Becker wird zur Last gelegt, dass er Geld, (Grund-/Land-)Besitz und Verbindlichkeiten nicht ordnungsgemäß offen gelegt haben soll. Die Tennislegende soll Vermögen in Millionenhöhe verheimlicht und diverse Konten und Besitztümer nicht oder nicht korrekt angegeben haben. Das verstößt gegen seine Insolvenzauflagen. Zunächst war von 19 Punkten die Rede, doch Boris Becker ist in insgesamt 28 Punkten angeklagt.

Im Londoner Prozess vor dem Southwark Crown Court musste er sich jetzt bekennen. Letztendlich hat der Profisportler – wie im Vorfeld in den sozialen Netzwerken angekündigt – alle Anklagepunkte zurückgewiesen und auf "nicht schuldig" plädiert, weshalb es im kommenden Jahr zu einem Prozess kommen wird. Hätte er sich "schuldig" bekannt, hätten ihm direkt sieben Jahre Haft gedroht. 

Der Prozess soll erst im kommenden Jahr im September losgehen. Dann wird sich entscheiden, wie das wohl wichtigste Match im Leben der Tennislegende endgültig ausgeht.

Im Video: RTL-Reporterin Katharina Delling vor Ort in London: Unschöne Überraschungen für Boris Becker