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Boris Becker saß gefangen im Glaskasten: Löst der Prozess ein Trauma aus?

"Dass ihn das unter Druck setzt, ist ganz klar"

Geht Boris Becker daran kaputt? Vor Gericht saß er gefangen im Glaskasten

Geht Boris Becker daran kaputt? Prozess in London
05:41 min
Prozess in London
Geht Boris Becker daran kaputt?

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Steht Boris Becker (54) die absolute Hölle noch bevor oder hat er die schlimmsten Tage bereits hinter sich? Momentan bangt der Tennis-Star um seine Zukunft. Nachdem die Geschworenen ihn im Prozess um Insolvenzverschleppung schuldig gesprochen haben , wird Ende April die Strafmaßverkündung erwartet. Doch egal was kommt – schon die Zeit vor Gericht dürfte für den 54-Jährigen einschneidend gewesen sein. Laut Gerichtszeichnerin saß der Sportler nämlich gefangen im gläsernen Käfig – und das könnte ihn nachhaltig verändert haben. Ihre Bilder sehen Sie im Video.

"Die Presse, Zuschauer – alle können jede Gefühlsregung in seinem Gesicht ablesen"

Weil Kameras im Gerichtssaal verboten waren, hat Gerichtszeichnerin Priscilla Coleman den Prozess für uns live vor Ort verfolgt und in Bilder verpackt. Im Interview mit RTL schildert sie erschreckende Details: „Seine Miene war ernst, weil er aber so nah an der Glasscheibe gestanden und geatmet hat, konnte man sehen, wie die Scheibe beschlagen war.“

Gemeint ist jene Glasscheibe des Glaskastens, in dem Becker an jedem einzelnen der rund 10 Prozesstage eingeschlossen war. Die Box misst gerade einmal 10 Quadratmeter und ist mit Hörschlitzen ausgestattet, damit der Insasse den Prozess vernünftig verfolgen kann. Durch die Glasscheiben ist der Kasten von allen Seiten einsehbar – jede Mimik, jede Bewegung, jeder Blick kann also von den Gästen im Saal eingefangen werden.

Eine echte Nervenzerreißprobe, ahnt auch Moderatorin Frauke Ludowig, die zuletzt vor Ort war, als Becker das Urteil der Geschworenen erhielt: „Die Presse, Zuschauer – alle können jede Gefühlsregung in seinem Gesicht ablesen. Dass das einen enormen Druck in ihm auslösen muss, das ist glaube ich ganz ganz klar.“

Boris Becker muss weiter zittern

In vier von 24 Anklagepunkten ist Boris Becker schuldig gesprochen worden. Jetzt wartet der Tennis-Star auf das finale Strafmaß, das die Richterin am 29. April, also drei Wochen später, verkünden will. Bis dahin darf der 54-Jährige das Land nicht verlassen. Im schlimmsten Fall könnte Becker Haft drohen, aber auch eine Bewährungsstrafe ist durchaus möglich. Gegen das Urteil kann er noch Einspruch einlegen . Es bleibt also spannend, wie der Krimi um den einstigen Sport-Star ausgehen wird. Fakt ist: Durch die nervenzehrenden Tage im Glaskasten dürfte er schon jetzt seine erste Lektion gelernt haben. (cch)