Boris verlangt mehr Respekt

Djokovic gemobbt? Becker wütend auf Wimbledon-Fans

Sport Bilder des Tages Tennis 2019 Wimbledon Championships Week Two Sunday Day Thirteen Men s
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19. Juli 2019 - 12:30 Uhr

Der "falsche" Sieger

Welch ein Finale! Episch! Historisch! Der Wahnsinn! Fans, Presse und Prominente verlieren sich nach dem Wimbledon-Finale zwischen Novak Djokovic und Roger Federer in Superlativen. Doch dieses Endspiel hinterlässt einen bitteren Nachgeschmack. Für viele Fans hatte das Turnier mit Djokovic den "falschen" Sieger. Eine Tatsache, die Tennis-Legende Boris Becker zur Weißglut treibt.

Pfiffe stacheln Djokovic an

"Einen viermaligen Champion musst du ein kleines bisschen mehr respektieren. Die Leute müssen sich jetzt mal der Größe von Novak Djokovic bewusst werden", wetterte der dreimalige Wimbledon-Sieger bei der "BBC". Während des fast fünf Stunden dauernden Matches waren die Sympathien auf dem Center Court klar verteilt. Das Gros der Fans wollte einen Sieg von "King Roger" sehen.

Negativer Höhepunkt: Die Zuschauer bejubelten Fehler des Serben. Ein No-Go. Als der Weltranglisten-Erste im fünften Satz mit dem Schiedsrichter diskutierte, quittierten die Fans die Aktion mit Pfiffen. "Das stachelte ihn an, im fünften Satz zu kämpfen. Er wurde ein bisschen wütend und warf den Leuten in der Menge einige böse Blicke zu", sagte Becker. "Aber so arbeitet er, so tickt er. Da kommt ein Punkt, an dem du frustriert bist, aber ich glaube, dass er damit gut umgegangen ist und mental gut darauf vorbereitet war."

Sympathien gehören anderen

Djokovic gab sich nach seinem fünften Wimbledon-Triumph gelassen. Dass die Mehrheit seinen Rivalen unterstützt, sei kein Problem. "Wenn sie rufen 'Ro-ger, Ro-ger', dann höre ich 'No-vak, No-vak'", verriet der Serbe nach seinem Triumph im längsten Endspiel der Turniergeschichte: "Es klingt komisch, aber so ist es. Ich überzeuge mich selbst davon, dass es so ist."

Ohne Frage - Djokovic ist derzeit der beste Spieler der Welt. Doch die Sympathien gehören anderen.