Dutzende Menschen vermisst

Bootsunglück in Bangladesch - Mindestens 17 Tote

13. Februar 2020 - 10:03 Uhr

Mehrere Tote und dutzende Menschen noch vermisst

Bei einem Bootsunglück vor der Küste von Bangladesch sind mindestens 17 Geflüchtete ums Leben gekommen. Dutzende Menschen werden noch vermisst. 66 Menschen konnten bislang gerettet werden. Nach Angaben der Behörden war das Boot mit 124 Menschen an Bord überladen. 
Am Dienstag lief das Boot im Golf von Bengalen in dichtem Nebel vermutlich auf ein Riff und kenterte. Alle Insassen gehören zur muslimischen Minderheit der Rohingya. Sie waren auf dem Weg nach Malaysia. Unter den Bootsinsassen waren, laut Behörden, etwa 90 Frauen und 8 Kinder. 

Bootsunglücke dieser Art kommen in der Gegend häufiger vor

In Bangladesch leben mehr als eine Million Rohingya, die vor der Gewalt im Nachbarland Myanmar geflohen sind. Die Rohingya sind eine Ethnie in Myanmar (Birma), deren Mitglieder als Muttersprache eine Varietät des indoarischen Chittagongs sprechen, das zum bengalischen Zweig des Ostindischen gehört. Fast alle Rohingya sind sunnitische Muslime.